Die Stürmer von Fortuna bekommen nicht alle gute Noten

Fortuna Düsseldorf : Lukebakio trifft, Ducksch verzweifelt

In unserer Einzelbewertung der Fortuna-Spieler in der Bundesliga-Hinrunde sind die Offensivkräfte dran. Nach früher Ladehemmung sorgen sie nun für Tore.

Mittelfeld

Kevin Stöger hat in der Vorbereitung mit punktgenauen Vorlagen brilliert. Dann kam erst einmal lange Zeit nichts. Der Ex-Bochumer musste sich an Tempo und Gangart in der Bundesliga gewöhnen. Erst in den letzten fünf, sechs Spielen war er die Verstärkung, die Fortuna in diesem Bereich gesucht hat. Pässe wie seiner auf Dodi Lukebakio in Bedrängnis vor dem 1:0 gegen Dortmund haben nicht so viel Bundesliga-Profis drauf.

Perspektive: Wenn der Österreicher so weitermacht, ist er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken.

Oliver Fink kam zur rechten Zeit zurück und gab der Mannschaft irgendwie Sicherheit. Auch wenn er nur punktuell eingesetzt wurde, ist er sehr wichtig. Sein Tor gegen Hannover war ein Dankeschön für das Vertrauen.

Perspektive: Auch in der Rückrunde wird der Oldie noch wichtige Aufgaben erfüllen müssen. Auf mehr als zehn Spiele wird er dann aber wohl nicht kommen.

Angriff

Kenan Karaman hat den Fans lange das Gefühl gegeben, dass er noch nicht richtig in Düsseldorf angekommen ist. Für den Feldspieler mit den meisten Bundesliga-Minuten war das zu wenig. Erst in der Schlussphase der Saison bekam er seine Chance, mehr zu zeigen.

Perspektive: Der Ex-Hannoveraner muss noch deutlich mehr anbieten. Das gilt auch für seine Technik und sein Spielverständnis. Mit mehr Spielpraxis wird es vielleicht besser. Doch er wird wohl in der Winterpause einen neuen Konkurrenten um einen Platz in der Offensive bekommen.

Marvin Ducksch ist Fortunas großer Verlierer der Hinrunde. Der riesige Rucksack wird für ihn immer schwerer. Jedes Spiel ohne Tor machten seine Spiel schwerer und er vergab seine durchaus vorhandenen Chancen immer kläglicher. Nichts braucht der Ex-Kieler mehr als einen Torerfolg, was im Pokal und in allen Testspielen hingegen wie selbstverständlich wirkt.

Perspektive: Friedhelm Funkel wird Ducksch nicht fallen lassen. Aber dieser muss unbedingt seine Fähigkeiten bald mal auf den Platz bringen.

Rouwen Hennings brauchte auch lange für sein erstes Feldtor. Doch er ist als Mannschaftsspieler und Vorlagengeber (wie beim Tor zum 3:3 in München) unentbehrlich. Kaum jemand arbeitet so hart, ohne sofort einen Effekt erkennen zu können.

Perspektive: Unverzichtbar, auch wenn er aus taktischen Gründen manchmal nicht in der Startelf steht.

Takashi Usami ist nicht so einfach zu bewerten. An einem guten Tag passen seine Stamdards und Schüsse perfekt. An einem schlechten ist er kaum zu sehen.

Perspektive: Als Standardschütze und Joker bleibt er ein wichtiger Spieler.

Benito Raman fällt alles nicht mehr so leicht wie in der 2. Liga. Nach seinem Tor im ersten Spiel wurde es kein Selbstläufer. Dennoch ist er wichtig mit seinem Tempo. Doch nur hochkonzentriert hilft er seinem Team.

Perspektive: Der Wirbelwind ist mehr als nur ein Joker. Aber er darf kein Chancentod sein.

Dodi Lukebakio war der wichtigste Zugang im Sommer. Was seine Anwesenheit auf dem Platz bedeutet, haben vor allem die Spiele gegen Bayern und Dortmund gezeigt. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen, wenn er nicht gerade überdreht. Und er trifft regelmäßig.

Perspektive: Der Belgier könnte weiter die Lebensversicherung für Fortuna sein, wenn er sich auf seine Stärken konzentriert und der Trainer ihm die Mätzchen austreiben kann.

Havard Nielsen, Emir Kujovic, Davor Lovren, Taylan Duman und auch Aymen Barkok haben keine große Perspektive.

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