Die Lust auf Lautern

Nach dem 2:2 beim KSC freuen sich alle auf den Saisonabschluss in der Arena.

Düsseldorf. Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte sprach nach interessanten 90 Zweitliga-Minuten von einer reifen Leistung seiner Mannschaft. „Wenn man sich gegen einen so starken Gegner so viele Chancen herausspielt, zeigt das doch, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Schulte.

Die Spieler ärgerten sich allerdings noch eine Zeit lang über die vergebenen Chancen, fanden aber auch, dass das 2:2 im Wildparkstadion kein Beinbruch und der inzwischen erreichte sechste Platz aller Ehren wert sei. „Es hat richtig viel Spaß gemacht“, sagte Oliver Reck, der diese Spielfreude auch bei seiner Mannschaft gesehen hatte. „Wir wollten nach der Pause nicht auf Halten spielen, sondern das dritte Tor machen.“

Dass dies seiner Mannschaft nicht gelang, war an diesem Tag nicht so entscheidend. „Wenn wir doch nur zwei dieser Möglichkeiten genutzt hätten. Ich kann trotzdem nur sagen: weiter so“, meinte Reck, der seinen Spielern auf der Rückfahrt die schon zum vorletzten Auswärtsspiel (2:1 in Paderborn) versprochene kleine Feier in einer Raststätte gönnte. „Das haben sie sich auch verdient.“ Und die vielen mitgereisten Düsseldorfer Fans (3500) hatten ebenfalls das erhoffte Spektakel gesehen.

Für Ivan Paurevic war es eher ein „Mischgefühl“, weil er sich zwar über den Punktgewinn freute, aber sich für sein letztes Auswärtsspiel mit der Fortuna mehr erhofft hatte. „Ich werde definitiv den Verein verlassen“, sagte der Kroate, der allerdings nicht bestätigen wollte, dass er zum VfL Bochum wechselt und sich auch deshalb sehr auf sein Abschiedsspiel am kommenden Sonntag gegen Kaiserslautern freut.

Das gilt auch für Torwart Michael Rensing, der allerdings noch nicht weiß, ob nicht doch Fabian Giefer am Sonntag ebenfalls ein Abschiedsspiel bekommen wird. „Wir können richtig stolz sein, sind weiter ungeschlagen“, sagte Rensing. „Die Vorfreude auf das letzte Saisonspiel ist groß. Das wird ein richtig schöner Abschluss.“

Auch Fortunas Kapitän Adam Bodzek hatte Grund zur Freude. „Ich bin jetzt beruhigt, denn ich kann sagen, dass ich auch in dieser Saison mein Tor erzielt habe“, sagte „Bodze“, dem es auch gelungen war, die zehnte Gelbe Karte zu vermeiden. „Das war eine Kunst, aber jetzt haben wir alle noch ein schönes Heimspiel.“