DFB-Pokal: Fortunas Pokalreise nach 1:4 auf Schalke beendet

DFB-Pokal : Fortunas Pokalreise nach 1:4 auf Schalke beendet

Das Team von Friedhelm Funkel enttäuscht im Achtelfinale des DFB-Pokals bitterlich und kassiert gegen Schalke eine verdiente Niederlage.

Es war wie in den vergangenen Jahren immer: Die Reise von Fortuna Düsseldorf endete im DFB-Pokal wieder viel zu früh. Beim FC Schalke hat das Team von Friedhelm Funkel mit 1:4 (0:1) verloren. Erst nachdem das Spiel bereits verloren schien, ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Allerdings gelang dann nur noch der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Rouwen Hennings. Fortuna hatte sich so viel vorgenommen, konnte aber nie an die gute Vorstellung in Hoffenheim anknüpfen.

Beide Mannschaften begannen bei geschlossenem Dach mit viel Einsatz und die Fortuna mit der angekündigten - auf vier Positionen - veränderten Aufstellung. Aymen Barkok kam über die rechte Seite und Takashi Usami über die linke. Markus Suttner, für Niko Gießelmann in der Mannschaft, deckte vor allem die Vorstöße von Daniel Caligiuri ab. Die Taktik der Fortuna wurde schnell klar. Über die beiden Spitzen Marvin Ducksch und Rouwen Hennings setzten die Gäste aus einer kompakten Defensive, ähnlich wie in Hoffenheim, auf Konter.

So gut wie das Konzept am Samstag funktionierte Fortunas Strategie zwar nicht, aber die Schalker konnten die etwas größeren Räume zunächst auch nicht nutzen. Die Elf von Friedhelm Funkel wirkte nicht präzise und sicher im Passspiel, was wohl auch an den Umstellungen lag. Markus Suttner aber war anzumerken, dass er eine Verstärkung, zumindest aber eine Ergänzung für Fortunas Spiel werden kann.

Strafraumszenen und Möglichkeiten hatte es bis zur 25. Minute auf beiden Seiten noch nicht gegeben, obwohl Jaroslav Drobny gut beschäftig war. Das beschränkte sich aber auf die eine oder andere Ecke und harmlose Schüsse der Knappen aus der Entfernung.

Doch dann passierte genau das, was ein solches Spiel in eine bestimmte Richtung lenken kann. Der kurz zuvor verwarnte Ahmed Kutucu hatte im Strafraum der Fortuna Platz und Zeit genug, um die lange Ecke anzuvisieren. Er traf mit einem herrlichen Schuss zum 1:0 in der 30. Minute.

Fortuna spielte nicht mit der Sicherheit, die sie sonst auszeichnet, nach vorne ging wenig, die Bälle gingen schnell verloren. Ralf Fährmann im Schalker Tor musste sich anderweitig warm halten. Der Schuss von Alfredo Morales, der über das Tor flog, war die Folge der ersten Situation, in der die Fortuna nach 35 Minuten zum Torabschluss kam. Das Zusammenspiel war einfach zu ungenau und meist auch zu langsam.

Daniel Caligiuri von Schalke und Takashi Usami (r) von Düsseldorf im Zweikampf. Foto: dpa/Ina Fassbender

Das galt auch für den Kopf - auch gedanklich waren die Gäste nicht frisch genug. Das wurde beim zweiten Tor deutlich, als Salif Sane am schnellsten schaltete und den Ball zum 2:0 über die Linie drückte. Weder bei der Einstellung noch in Sachen Spielverständnis war die Fortuna bis dahin ein Gegner auf Augenhöhe.

Als dann auch noch Jaroslav Drobny nach einen relativ harmlosen Schuss von Kutucu den Ball nur abprallen lassen konnte, und Mark Uth zum 3:0 einschießen konnte, schien das Spiel früh entschieden.

Fortuna machte auf, brachte Dodi Lukebakio und Dawid Kownacki, fand aber nicht mehr ins Spiel, um den Gegner auch nur im Ansatz zu gefährden. Die Spitzen gewannen keine Zweikämpfe, im Mittelfeld gab es zu wenig Ideen und die Schalker, die nun beschwingt aufspielten, mussten nur auf die Fehler der Fortunen warten. Diese hatte in der 69. Minute zumindest mal den Ansatz einer echten Chance, als Lukebakio aus 22 Metern abzog und den linken Torwinkel knapp verfehlte. Immerhin gaben sich die Fortunen nicht auf. Nach Vorarbeit von Kownacki behielt Rouwen Hennings die Nerven und überwand Fährmann 20 Minuten vor Schluss zum 1:3.

Das war das Signal, noch einmal alles zu riskieren. Und das ließ den Gegner sofort wackeln. Fährmann konnte den Ball nicht festhalten, Stöger traf aber aus kurzer Entfernung nur den Schalker Torwart. Das hätte dem Spiel noch einmal eine Wende geben können. Doch Sané machte mit dem 4:1 (87.) alles klar.

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