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DFB-Pokal: Fortuna Düsseldorf will in Kaiserslautern Initiative​ ergreifen

DFB-Pokal : Fortunas Trainer Rösler: Wir werden in Kaiserslautern die Initiative ergreifen

Der Trainer von Fortuna Düsseldof versucht, im DFB-Pokal die Balance zu finden – zwischen Kontinuität nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt und frischer Energie vor dem Bundesligaspiel in Wolfsburg.

Allen Fortunen ist bewusst, dass die Bundesliga und der Klassenerhalt wichtiger für den Verein sind als der Pokalauftritt. Doch Uwe Rösler hofft darauf, dass sich seine Mannschaft viel Selbstvertrauen im Spiel am Dienstag in Kaiserslautern holen kann. Fortunas neuer Cheftrainer spricht in diesem Zusammenhang vom „Momentum“, das sein Team aus dem Fritz-Walter-Stadion mit nach Wolfsburg am Samstag nehmen soll.

Uwe Rösler zum Nackenschlag des späten Ausgleichs

Eines Aufrichtens hätte es gar nicht bedurft, sagte der Trainer. „Die Mannschaft weiß, dass sie ein sehr gutes Spiel gemacht hat, auch wenn es die richtige Belohnung am Ende nicht gegeben hat.“ Alle Gespräche mit den Spielern seien positiv gewesen, weil sie viel Spaß an ihrem Auftreten gehabt hätten.

Uwe Rösler zur Wirkung auf das Spiel in Wolfsburg

Mit der Möglichkeit einer Niederlage im Pokal-Achtelfinale beschäftigt sich der 51-Jährige nicht. „Das Spiel ist sehr, sehr wichtig. Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen. Wir müssen das Momentum schaffen. Psychologisch gesehen, sind wir der Favorit, und 5000 Fortuna-Fans fahren mit. Das ist großartig. Diesen Anhängern wollen wir eine schöne Rückreise bereiten.“

Uwe Rösler zur psychischen Vorbereitung

Der Trainer wird Spieler aufstellen, die mit der Favoritenrolle umgehen können. „Wir wollen die Kaiserslauterer zeitig packen. Meine Spieler sind absolut willig und brennen darauf“, sagt Rösler, für den es wichtig ist, wie das Spiel beginnt. „Es muss sofort erkennbar sein, dass wir der Erstligist sind und die Initiative ergreifen — mit und ohne Ball.“

Fortuna vor Pokalspiel

Uwe Rösler zur Belastung und zum Rotieren für den Pokal

Einerseits wünscht sich Fortunas Trainer nach dem ersten Spiel unter seiner Regie eine gewisse Kontinuität und ein Einspielen der Mannschaft. Dieses Spiel bietet andererseits Möglichkeiten, andere Spieler auf bestimmten Positionen zu sehen. „Es wird Veränderung geben“, sagte Rösler. „Ich versuche eine gute Balance zu finden zwischen neuer Energie und Kontinuität von Samstag.“ Das gilt auch für die Auswahl des taktischen Systems. „Eine Idee habe ich schon, und wir sind auch in der Lage situativ umzuschalten.“

Uwe Rösler zum Personalstand

Es sind zwei Spieler angeschlagen. Zack Steffen wird die Woche trainieren und steht nicht zur Verfügung. „Der Flo (Kastenmeier) hat das im Tor auch richtig gut gemacht“, meinte der Trainer. Zudem hat Valon Berisha Muskelprobleme, „weil er am Samstag in den roten Bereich gegangen ist“. Er bleibt  in Düsseldorf. Auch Kevin Stöger hat eine Sprunggelenksverletzung, fährt aber mit zum Betzenberg. Der neue Abwehrspieler Zanka sei „ready to play“.

Uwe Rösler zu seiner alten Wirkungsstätte

In Kaiserslautern habe Fortunas neuer Trainer die schönsten Jahre als Spieler genossen. „Mit Otto Rehhagel und einer Supermannschaft haben wir Champions League gespielt“, sagte der 51-Jährige. „Ich freue mich auf die Rückkehr, die Atmosphäre und auf so viele Fortuna-Fans, die uns  begleitet werden.“

Uwe Rösler zum Videobeweis (diesmal aus dem Van vom Parkplatz vor dem Stadion)

„Ich bin kein Fan vom Videobeweis, das habe ich schon in England festgestellt“, sagt der Trainer. Er nehme Spielern und Zuschauern die Freude, wenn man nicht weiß ob und wann man jubeln dürfe. „Fingerspitze, Ellebogen zu weit vorne. Das ist lächerlich.“ Man müsse aber damit leben und Rösler sagt, dass er dies auch annehme.