DFB-Pokal: Fortuna Düsseldorf setzt sich in Ulm durch

DFB-Pokal : Fortuna Düsseldorf siegt klar nach einem frühen Schockmoment

Der Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf steht in der dritten Runde des DFB-Pokals. Den Rückstand nach 14 Sekunden steckte das Funkel-Team weg und siegte in Ulm mit 5:1.

Schlechter hätte das DFB-Pokalspiel der 2. Runde für Fortuna Düsseldorf nicht beginnen können. Bereits nach zehn Sekunden unterlief Niko Gießelmann eine Mischung aus Ballverlust und Fehlpass. Vier Sekunden später lag der Ball bereits im Tor des Bundesliga-Aufsteigers. Ardian Morina hatte geschossen, Robin Bormuth abgefälscht, und Michael Rensing im Tor der Fortuna nicht den Hauch einer Abwehrchance.

Im Pokal setzt Friedhelm Funkel auf zwei zentrale Stürmer. Zuletzt liefen Rouwen Hennings und Marvin Ducksch zusammen beim 1:1 in Leipzig von Beginn an auf. Diesmal sollten die schnellen Dodi Lukebakio (rechts) sowie Takashi Usami (links) die Zulieferer und Flankengeber sein. In der Hinterhand durfte der genesene Kenan Karaman wieder auf einen Einsatz hoffen. Fortunas Cheftrainer hat ihn bereits als Alternative für das Spiel am Sonntag in Mönchengladbach bezeichnet. Auch Benito Raman musste nach seiner schwachen Leistung gegen Wolfsburg zunächst auf der Bank Platz nehmen, während Robin Bormuth sich mit seinem couragierten Auftritt einen Startplatz für Ulm gesichert hatte.

Die Mannschaft von Friedhelm Funkel brauchte eine gewisse Zeit, um sich nach dem frühen Schockmoment zu fangen, die Unterstützung der vielen mitgereisten Fans half dabei. Marvin Ducksch hatte dann die erste Möglichkeit gegen die Spatzen, die frech mitspielten und keinesfalls nur auf Abwehrarbeit eingestellt waren. Und auch beim nächsten gefährlichen Angriff war Ducksch die Endstation – diesmal als Torschütze. Die beiden Außen, Dodi Lukebakio und Takashi Usami, hatten den 1:1-Ausgleich vorbereitet. Am Jubel der Fortunen war erkennbar, wie erleichtert der Bundesligist über diesen Treffer war.

Der Regionalligist spielte weiter munter mit, auch weil der Fortuna zunächst immer noch zu viele Fehler unterliefen. Niko Gießelmann hatte dabei noch den schlechtesten  Tag erwischt. Es dauerte, bis das Spiel der Gäste souveräner wurde und es auch nach einem deutlichen Klassenunterschied aussah. Auffälligster Düsseldorfer war erneut Dodi Lukebakio, der nach einer guten Flanke auch das 2:1 für den Favoriten vorbereitete. Rouwen Hennings war nach der Hereingabe des Belgiers im Fünfmeterraum zur Stelle (33.). Und nur wenig später nutzte Lukebakio einen Fehler der Ulmer und erzielte mit links und einem herrlichen Schuss aus 25 Metern das 3:1. Und damit hatte der U 21-Nationalspieler noch nicht genug. Zwei Minuten vor der Pause traf er wieder – und das erneut äußerst sehenswert mit einem Schlenzer in die untere linke Torecke zum 4:1.

Fortuna nimmt in der zweiten Hälfte einen Gang raus

Sieben Minuten nach der Pause hätte dann das 5:1 fallen müssen. Doch im Gegenteil sorgte dieser Angriff für riesigen Ärger bei Trainer Funkel, weil fünf Fortunen gegen einen Ulmer den Konter nicht nutzen konnten. Ducksch scheiterte mit einem völlig verunglückten Schlenzer. Dann aber schalteten die Gäste in den Verwaltungsmodus und warteten nur auf die Fehler der insgesamt  in der Offensive biederen Amateure. Doch nutzen konnte Matthias Zimmermann einen solchen nicht, als er ebenfalls mit einem Lupfer scheiterte. Ducksch verwandelte aber die nächste Chance zum 5:1 (70.), was dann auch das Endergebnis bedeutete.

Mehr von Westdeutsche Zeitung