1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna Düsseldorf

Der Unterschied zwischen Fortuna- und Bayern-Anhängern

Fortuna Düsseldorf : Mannschaft und Fans waren eine echte Einheit

Das Eventpublikum in München hatte gegen Fortunas Anhänger einen schweren Stand.

Die Stimmung vor dem Anpfiff in der Allianz Arena war eigentümlich. Die Bayern-Fans in der Kurve waren so wie viele Heimfans auch empathisch und versuchten ihre Mannschaft von Anfang zu unterstützen. Die anderen Zuschauer mit Bayern-Schals oder gewisser Sympathie für diesen Verein wirkten so ein wenig gleichgültig. Sowohl beim Anpfiff wie auch bei Wiederbeginn nach der Pause waren viele Plätze noch nicht besetzt, das Publikum wirkte verwöhnt und mehr am Event, als am Spiel interessiert.

Wenn Gästefans mehr Stimmung machen als der eigene Anhang ist das schon bedenklich. „Bei steht auf, wenn ihr Bayern seid“, standen von den 75 000 Zuschauern im ausverkauften Rund vielleicht die Hälfte auf.

Die lange Feier mit den Spielern hatten sich die Fans verdient

Ganz anders erlebten die vielen Fortuna-Fans diese Begegnung. Nach den ersten Szenen, in denen die Fortunen zweimal nicht ungefährlich auf das Tor der Bayern geschossen hatten, kam Stimmung in der Fortuna-Kurve auf. Nach dem 0:2 ging die Anfeuerung auf hohem Niveau weiter, ohne dass eine gewisse Mutlosigkeit zu erkennen war. Die Schmährufe „Ohne Fortuna wäre hier nichts los“ oder „Ihr werdet nie Deutscher Meister“ wurden von den ansonsten wenig euphorischen Bayern-Fans wahrgenommen. Das 2:0 und das 3:1 wurden als selbstverständlich hingenommen. Toll, wie die Fortuna-Fans hingegen auf das Tor zum 2:3 reagierten und ihre Jungs unermüdlich und großartig unterstützen. Und der Jubel über das 3:3 erfasste wesentlich mehr als die vermeintlich 8000 mitgereisten Fortuna-Anhänger. Die lange Feier mit den Spielern in der Kurve hatten sich die Fortuna-Fans redlich verdient.