Contento will bei Fortuna Düsseldorf mehr als nur einen Kaderplatz​

Fußball : Contento will mehr als nur einen Kaderplatz

In Frankfurt saß der Ex-Bayern-Profi erstmals für Fortuna wieder auf der Bank.

Eigentlich ist Diego Contento auch ein Neuzugang für Fortuna Düsseldorf. Fast genau vor einem Jahr hat sich der Ex-Spieler des FC Bayern einen Kreuzbandriss zugezogen und stand Trainer Friedhelm Funkel bis zum vergangenen Sonntag nicht zur Verfügung. In Frankfurt gehörte der 29-Jährige erstmals wieder zum Bundesligakader. Zum Einsatz kam er gegen die Eintracht bei der 1:2-Niederlage noch nicht. „Es war aber ein schönes Gefühl, wieder dazu zu gehören“, sagt er. Ob Contento auch in den nächsten Spielen wieder zum Aufgebot der Fortuna gehören wird, wenn weitere Spieler wieder fit sind, ist die große Frage – nicht nur für den Profi, der jetzt fast zwei Jahre kaum ein ernsthaftes Spiel bestritten hat.

Zu den Ausfällen in Frankfurt zählte nämlich auch der erkrankte Markus Suttner, der ebenfalls wie Contento und Stammspieler Niko Gießelmann auf der Position des linken Verteidigers spielen können. „Ich sehe da keine Problem und bin sogar froh, dass Suttner noch verpflichtet wurde. Er hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für die Fortuna sein kann“, sagt Contento. „Konkurrenz gehört in diesem Geschäft dazu.“

Mannschaftskollege Zimmermann hat das Comeback auch geschafft

Die Zeit mit den Verletzungen – zu Beginn der Vorbereitung kam eine weitere leichtere Muskelverletzung hinzu – war natürlich nicht einfach. „Aber die Familie, die Freunde und der Verein haben mich sehr gut unterstützt“, sagt Contento, der vor allem von Matthias Zimmermann aufgebaut wurde. Der Rechtsverteidiger der Fortuna hatte sich ebenfalls das Kreuzband gerissen, und sein Beispiel zeigt, dass das kein Grund ist, zu zweifeln. Zimmermann absolvierte alle Spiele der vergangenen Saison für die Fortuna. „Wir haben eine Super-Mannschaft, die mich immer wieder gepusht haben“, erklärt der Verteidiger.

Uns so sieht Contento das Leben und seine Karriere immer positiv. Und dafür wird er auch von seinen Kollegen geschätzt. „Wenn man nur in die Vergangenheit schaut, kommt dabei nichts raus“, sagt der 29-Jährige, daran habe auch die Verletzung nichts verändert. Zudem hat ihm auch die klare Art seines Trainers geholfen. „Er konnte mich wie auch die komplette medizinische Abteilung immer wieder gut motivieren, so dass ich nie an meiner Rückkehr gezweifelt habe.“

Die Testspiele, die er zuletzt immer über 90 Minuten bestritten hat, zeigten ihm auf, dass das Kniegelenk nach der langen und erfolgreichen Reha hält und stabil ist. „Das hat mir gut getan, und ich fühle mich auf einem guten Weg. Es gibt keinerlei Unsicherheitsgefühl, und ich bin bereit, wenn ich gebraucht werde.“ Und im Fußball könne es trotz der Konkurrenz auf seiner Position ganz schnell gehen.

Siegtor gegen die Bayern ist der Traum des 29-Jährigen

Den genauen Leistungsstand der neuen Mannschaft kann Contento noch nicht ganz einschätzen. „Wir haben wichtige Spieler verloren und neue Leute sind gekommen. Aber das sind andere Typen“, sagt Contento, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. „Die Neuen werden uns weiterhelfen.“ Eine Idee, wie sich Fortuna entwickeln wird, hat Contento daher noch nicht. „Es sind erst drei Spieltage absolviert.“

In die fernere Zukunft schaut der italienisch-deutsche Profi ebenfalls nur eingeschränkt. „Ich bin erst 29 Jahre alt und habe noch viel vor mir. Erst einmal möchte mich von meiner Leidenszeit entfernen.“ Contento hat aber den Traum, gegen die Bayern im November das Siegtor zu erzielen. „Aber ich will schon vorher wieder spielen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung