Bundesligist und Düsseldorfer Rennverein laden zum 7. Fortuna-Renntag

Fortuna-Galopp-Renntag : Fortuna ist zum 7. Mal Pate für den Renntag

Vereins-Mitglieder können am Sonntag für 95 Cent die Veranstaltung besuchen.

Ein freies Wochenende mitten in der Saison ist für Fußball-Profis eigentlich heilig. Das ist am Sonntag etwas anders. Denn dann steht bereits zum siebten Mal der Fortuna-Renntag am Grafenberg auf dem Programm. Fans und Freunde des Bundesligisten können ihre Stars hautnah auf dem Grafenberg erleben. 12 Pferde gehen im Hauptrennen an den Start, und zwölf Paten mussten dafür gefunden werden. Allerdings sind diesmal nur sechs Spieler vor Ort – Adam Bodzek, Robin Bormuth, Diego Contento, Michael Rensing, Marcell Sobottka und Matthias Zimmermann. „Außerdem sind aus der Vereinsführung und dem Aufsichtsrat Pferdefreunde gerne bereit, als Paten für das Fortuna-Rennen um 15.20 Uhr zu dienen“, erklärte Paul Jäger, der es vor sieben Jahren als damaliger Fortuna-Vorstand geschafft hat, den Renntag mit dem Düsseldorfer Reiter- und Rennverein aus der Taufe zu heben.

Natürlich ist auch Axel Bellinghausen wieder dabei, der bei der Pressekonferenz am Donnerstag ein wenig davon preisgab, was er und seine Frau Silly für solche Veranstaltungen und die „wundervollen Tiere“ empfinden. „Ich wette allerdings gar nicht, überlasse das meiner Frau, die sich in diesem Metier noch viel besser auskennt als ich“, erklärte der Co-Trainer von Fortuna Düsseldorf, der ausdrücklich Werbung für den Galopp-Rennsport machte: „Die Klischees vom Feine-Leute-Sport sind mittlerweile völlig überholt. Die Zuschauer sehen tollen Sport und der Eintrittpreis (10 Euro mit zwei Euro Wettgutschein) ist wirklich nicht zu hoch angesetzt.“

Paul Jäger hatte noch ein Bonbon für alle Fortuna-Mitglieder parat: „Alle Mitglieder kommen zum Eintrittspreis von 95 Cent auf die Rennbahn.“ Und wer ein Gespür oder einfach nur Glück beim Wetten hat, kann sogar mit mehr Geld die Rennbahn verlassen, als er gekommen ist. Die Profis der Fortuna werden ab 13 Uhr in einem Zelt Autogramme geben und später gegen die Nachwuchstalente an der Torwand antreten. Das sind aber nur zwei Programmpunkte neben vielen anderen, die vor allem für die Kinder am Sonntag geboten werden.

In Kürze wird zudem ein Rennstall mit dem Namen „fortuna95“ gegründet. „Wir erhoffen uns dadurch noch mehr Identifikation  und haben diese Aktion natürlich mit der Fortuna abgesprochen“, erklärte Rennvereins-Geschäftsführer Günther Gudert, der sich auf einen Renntag mit großem Publikumsandrang freut. In den vergangenen Jahren war diese Veranstaltung immer ein Volltreffer. Und Regen ist für Sonntag wie auch in den vergangenen Jahren nicht angesagt.

Bahnrekord: 109 Pferde in zehn Rennen

Mit dem Fortuna-Renntag startet der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein am Sonntag seine Jubiläumssaison (175 Jahre). Der erste Start des zehn Rennen umfassenden Programms erfolgt um 10.50 Uhr.

Im Hauptrennen – einem Ausgleich  II über 1400 Meter und mit 10 000  Euro dotiert – möchten vier Gastpferde aus den Niederlanden die Siegprämie ins Nachbarland entführen. Mit Simon de Vlieger und Jockey Maxim Pecheur könnte allerdings der amtierende deutsche Championtrainer Markus Klug (Köln) die Favoritenrolle übernehmen. Auch mit Dolokhov unter dem Mongolen Bayarsaikhan Gambat (Trainer Sascha Smrczek) und Arguin mit dem Franzosen Lukas Delozier im Sattel (Trainerin Hella Sauer) mischen zwei Lokalmatadore um die Geldränge mit. Spannung und lukrative Quoten versprechen neben drei Prüfungen für den Derbyjahrgang auch die beim Wettpublikum beliebte Viererwette (8. R./14.40 Uhr).

In den zehn Galopprennen starten 109 Pferde. Geschäftsführer Günther Gudert: „Solch einen Ansturm der Rennställe haben wir lange nicht erlebt. Auf einen Heimsieg ihrer Galopper hoffen vor allem die Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek (2 Starter), Ralf Rohne  (7), Ertürk  Kurdu (1), Hella Sauer (1) und Anja Kleffmann (1).

Mehr von Westdeutsche Zeitung