Beister geht wieder voran

Fortuna Düsseldorf besiegt auch Paok Saloniki mit 2:1. 5495 Zuschauer sehen eine überzeugende Leistung.

Düsseldorf. Der VfL Bochum kann kommen. Das war die wichtigste Erkenntnis an diesem für Fortuna mehr als gelungenen Samstagabend. 5.495 Zuschauer verwandelten das Paul-Janes-Stadion in einen echten Hexenkessel und ließen Europapokal-Stimmung aufkommen.

Und die Fortuna lief vor dieser prächtigen Kulisse zur Höchstform auf. Neun Tage vor dem Saisonstart in der zweiten Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum präsentierte sich die Elf von Norbert Meier in beachtlicher Form. Im vorletzten Testspiel bezwangen die Rot-Weißen den griechischen Erstligisten Paok Saloniki verdient mit 2:1 (1:0) und tankten eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Nicht umsonst sprach Norbert Meier von einem „gelungenen Test“, wenngleich der Trainer den Erfolg relativierte. „Natürlich wissen wir, dass Paok in der Vorbereitung noch nicht so weit ist wie wir.“

Der aggressiven und spielfreudigen Fortuna hatten die Griechen insbesondere vor der Pause wenig entgegenzusetzen. So blieb die Chancenverwertung zunächst das einzige echte Manko. Adriano Grimaldi schob den Ball sogar am leeren Tor vorbei. Dennoch sammelte der Zugang von Mainz 05 während seines einstündigen Auftritts Pluspunkte. Grimaldi war präsent, kampfstark und Schütze des ersten Treffers. Aus rund elf Metern schoss der Angreifer den abprallenden Ball zur Führung ins Netz (18.).

Sollte der gegen Paok nicht im Kader stehende Ken Ilsø bis zum Bochum-Spiel nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein, ist Grimaldi ganz sicher eine Option für die Startelf.

Aus dieser ist Maximilian Beister nicht mehr wegzudenken. Die Entdeckung der vorigen Saison knüpfte gegen Saloniki nahtlos an die starken Vorstellungen aus der Rückrunde an. Am rechten Flügel avancierte Beister zum überragenden Akteur. „Dieses Spiel macht Mut. Aber entscheidend ist, dass wir gegen Bochum auf den Punkt da sind“, sagte der Junioren-Nationalspieler, der gestern Morgen gemeinsam mit Assani Lukimya noch eine Trainingseinheit mit 100 Kindern am Flinger Broich absolvierte.

Lukimya unterlief der einzige dicke Schnitzer, den die Griechen prompt zum 1:2-Anschlusstreffer nutzten (81.). Ansonsten stand der Innenverteidiger an der Seite von Jens Langeneke gewohnt sicher und hatte sogar noch Zeit für einen Ausflug. Mit der Hacke bugsierte „Luki“ die Freistoß-Hereingabe von Christian Weber zur Freude des eigenen Anhangs zum 2:0 über die Linie (68.). „Wir waren selbst überrascht, was im Stadion los war. Auch die Paok-Fans haben richtig Stimmung gemacht. Das war eine klasse Atmosphäre“, schwärmte Lukimya.

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