Auch Darmstadt kann Fortuna nicht schrecken

Auch Darmstadt kann Fortuna nicht schrecken

Düsseldorf. Auch vom Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 ist Fortuna Düsseldorf nicht vom Erfolgsweg abzubringen. Vier Tage vor dem Pokalkracher gegen Nachbar Borussia Mönchengladbach an gleicher Stätte reichte der Mannschaft von Friedhelm Funkel ein 1:0 (1:0)-Erfolg, um den Vorsprung als Tabellenerster der 2. Liga zwischenzeitlich wieder auf sechs Punkte auszubauen.

Emir Kujovic hatte bereits nach zwei Minuten für das Tor des Tages gesorgt.

An Überraschungen in der Aufstellung haben sich die Fans von Fortuna längst gewöhnt. Das Rotationspuzzle von Trainer hatte erneut zwei neue Teile gegenüber der Vorwoche in Bielefeld. Rouwen Hennings saß gemeinsam mit dem bisher immer gesetzten Niko Gießelmann zunächst draußen, dafür stürmten der Japaner Takashi Usami sowie Emir Kujovic im Zentrum.

Dem Spielfluss der Gastgeber tat dies zu Beginn keinen Abbruch. Denn nicht mal zwei Minuten waren gespielt, als der Tabellenführer mit 1:0 vorne lag. Und es war ausgerechnet Kujovic, der eine von Oliver Fink verlängerte Ecke am langen Pfosten einköpfte. Der ohnehin breiten Brust der Gastgeber tat das gut, die das Spiel bestimmten und zudem deutliche spielerische Vorteile gegenüber dem Bundesliga-Absteiger offenbarten. Zudem war die Defensive zunächst gut sortiert, ließ sich aber verleiten, in der einen oder anderen Szene unkonzentriert zu Werke zu gehen. Aytac Zulu hätte nach fünf Minuten, Jan Rosenthal nach einer halben Stunde Fehler des Tabellenführers zum Ausgleich nutzen können.

Aber auch das Funkel-Team hatte seine Chancen, weil sie geschickt den Ball laufen ließen. Es fehlten oft nur Kleinigkeiten wie bei Benito Ramans Kopfball auf das Tornetz (15.) aus kurzer Distanz und bei Finks Schuss ans Außennetz (24. Minute). Da Fortuna lange mit hohem Tempo agierte, war klar, dass die Darmstädter irgendwann besser ins Spiel kommen würden. Das wurde auch in der zweiten Hälfte durch vermehrte Ungenauigkeiten im Spiel des Tabellenführers erleichtert, der nicht mehr so konsequent spielte und zu viele Bälle im Aufbau verlor.

So fehlte zwar jetzt die Souveränität der ersten 30 Minuten, aber die Spieler des Spitzenreiters machten das durch unermüdlichen Einsatz wett, auch weil sie von den meisten der 27.674 Zuschauern frenetisch unterstützt und zum fünften Liga-Erfolg in Serie getrieben wurden. Der geriet am Ende zwar noch in Gefahr, weil die Fortunen nicht mehr in der Lage waren, für richtige Entlastung zu sorgen. Aber letztlich ging der Sieg in Ordnung, weil die Gäste einfach nicht torgefährlich genug waren.

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