Alles klar für Fortunas Umzug

Der Umbau soll etwa 1,5 Millionen Euro kosten.

Düsseldorf. Fortuna zieht um, zurück zu den Vereinswurzeln in den Flinger Broich. Daran zweifelt keiner der Beteiligten mehr. Der Fußball-Zweitligist wird für den Eurovision Song Contest in April und Mai 2011 die Arena räumen und gegen Union Berlin, Arminia Bielefeld und Alemannia Aachen im Flinger Broich spielen.

Am Dienstag trafen sich Oberbürgermeister Dirk Elbers, Polizeipräsident Herbert Schenkelberg und Fortuna-Vorstandschef Peter Frymuth im Rathaus, um die Weichen für den Umzug zu stellen. Die WZ fasst den Stand der Planungen zusammen.

Wie die WZ exklusiv berichtete wird der Flinger Broich von aktuell 7200 auf 17500 Zuschauer erweitert. Dafür werden sechs überdachte Zusatztribünen angebaut. Die Kunstrasenplätze hinter der Haupttribüne und der Gegengerade werden für Polizei-Fahrzeuge, ein Vip-Zelt für etwa 1000 Personen und als Pufferzone für die Fans genutzt.

"Der Kunstrasen müsste nach dem Rückbau wohl ausgebessert werden", sagt Fortunas Umzugsbeauftragter Sven Mühlenbeck. Die Straße Flinger Broich wird in der Breite der Nordtribüne mit einem Podest überbaut, damit sie als Rettungsweg für Polizei und Sanitäter frei bleibt. Auf dem Podest sollen Verpflegungsstände und Toiletten platziert werden. Das endgültige Konzept will die Stadt am 15. Dezember bekannt geben. Dann soll die Auftragsvergabe beginnen.

Die Stadt erstellt mit der Polizei, der Bauaufsicht und einer Crowd Managerin eine Machbarkeitsanalyse. "Wir sind noch nicht fertig, aber es sieht gut aus", sagt Sportamtsleiter Udo Skalnik. Mühlenbeck stimmt zu: "Es gibt keine großen Baustellen mehr. Alle Behörden sehen ihre Anforderungen erfüllt." Größter Knackpunkt ist der Zuschauer-Transport und die Trennung der Fans. "Es läuft auf ein Park&Ride-System hinaus", sagt Skalnik, der umliegende Privat-Parkplätze anmieten und einen Shuttle-Service einrichten möchte.

"Wir haben nicht noch einmal in Bochum nachgefragt oder bei der DFL einen Antrag für eine andere Alternative gestellt", sagt Mühlenbeck. Alle Ampeln für den Umzug nach Flingern stünden auf Grün. Das Bochumer Ruhrstadion war nur als letzter Ausweg im Umzugsantrag an die DFL angegeben worden.

Die Kosten sind die große Unbekannte. Skalnik: "Wenn das Konzept endgültig steht, können wir uns über Zahlen unterhalten." OB Elbers nannte für die Umbau-Kosten am Dienstag einen Richtwert von 1,5 Millionen Euro. Zudem wird derzeit noch die Ausgleichszahlung der Stadt an den Klub für Zuschauerausfälle durch den Umzug verhandelt.

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