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Fortuna Düsseldorf: Alle hoffen auf nachhaltige Wende

Fortuna Düsseldorf : Alle hoffen auf nachhaltige Wende

Ein Erfolg im Derby gegen Duisburg kann am Freitag allerdings nur ein weiterer neuer Anfang sein.

Düsseldorf. Frank Kramer schaute ziemlich irritiert, als er gefragt wurde, was er denn für ein Spiel gegen den MSV Duisburg am Freitag in der Arena (18.30 Uhr) erwarte. „Natürlich ein reines Kampfspiel, wie das immer so bei Derbys und bei zwei Mannschaften ist, die um den Klassenerhalt spielen“, sagte Fortunas Trainer ohne Zögern. Die Mannschaft werde von Anfang an „kämpferisch zu Werke gehen“, kündigte Kramer an. Und man wolle sich so die wichtigen drei Punkte über 90 Minuten erarbeiten.

Kramer möchte von seiner Mannschaft die Entschlossenheit sehen, die er und alle anderen Fortunen im Spiel auf St. Pauli so sehr vermisst haben. Auf die Einstellung komme es an sagte Fortunas Cheftrainer. Die Aufstellung wollte er hingegen weder verraten, noch beabsichtigte er, mit irgendwelchen Hinweisen dem Gegner Informationen zur Besetzung zu geben. Das Geheimtraining war noch geheimer, weil nichts nach Dusiburg dringen sollte. Und deshalb ist auch damit zu rechnen, dass Kramer nach dem Hamburg-Debakel auf einigen Positionen Umstellungen vornehmen wird.

Lukas Schmitz wäre ein Kandidat, der im Training und im Testspiel gegen Sittard (5:0) großes Engagement an den Tag gelegt hat und mit seiner Erfahrung ein wichtiger Eckpfeiler im System von Kramer sein könnte. Die angeblichen Differenzen zwischen Spieler und Trainer scheinen inzwischen im Sinne des gemeinsamen Ziels beigelegt zu sein.

Wenig überzeugend, um es halbwegs positiv auszudrücken, war der Auftritt von Didier Ya Konan im letzten Spiel. Doch der Ivorer sollte gesetzt sein, da Joel Pohjanpalo nicht ganz fit von seiner Länderspielreise zurückkehrte und auch Mike van Duinen nach seinen bisherigen Leistungen keine richtige Alternative darstellt. Ihlas Bebou sieht der Trainer zudem eher als Außenstürmer. Mit ihm in der Spitze könnte Kramer den MSV allerdings überraschen.

„Personell ist wirklich fast alles offen. Wir haben im Training viele mögliche Optionen ausprobiert und einiges getestet. Wir werden eine Lösung finden, wie es derzeit am besten passt“, sagte Kramer, der im Training auch viele 1:1-Situationen sowohl defensiv als auch offensiv üben ließ. Langes Ballhalten und unnötige Dribblings will Kramer nicht mehr sehen. Schnelle Ballpassagen mit wenigen Kontakten wären ein Mittel gegen einen tief stehenden Gegner. „Allerdings brauchen wir dazu auch eine hohe Ballsicherheit, die wir uns am besten in einer guten Anfangsphase sofort holen“, sagte der Trainer.

Auch wenn gegen die Zebras ein Erfolg gelingen sollte, ist das für Kramer noch nicht der Durchbruch: „Wenn etwas nicht stabil ist, dann ist es immer schwierig, Kontinuität zu bieten. So ist es nicht mit einem Spiel getan - oder auch mit zwei erfolgreichen Spielen. Aber wir müssen mal wieder den Anfang machen.“ Dass es das letzte Spiel für Kramer sein könnte, wenn der MSV das Derby für sich entscheidet, ist für Fortunas Trainer wie ein Wetterleuchten am fernen Horizont. „Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt und auf das, was ich beeinflussen kann.“ Das gilt auch für heute.