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Alle dabei: Das Lazarett lichtet sich

Alle dabei: Das Lazarett lichtet sich

Alle Fortunen, die krank oder nur leicht angeschlagen waren, sind im Training wieder dabei.

Düsseldorf. Norbert Meier wirkt völlig ruhig, fast sogar entspannter als sonst. Weder die zuletzt gehäuften Krankmeldungen seiner Trainingsgruppe noch der kommende Auswärts-Gegner Alemannia Aachen (Montag/20.15Uhr) bereiten ihm schlaflose Nächte.

Dazu hat der Trainer von Fortuna Düsseldorf in der Vergangenheit "zu viel erlebt", wie er immer betont. Genau so oft wiederholt er die Sätze über die Ausgeglichenheit seines Kaders.

Am Donnerstag kehrten die angeschlagenen oder kranken Bamba Anderson, Sebastian Heidinger, Andreas Lambertz, Michael Ratajczak und Patrick Zoundi wieder ins Training zurück. Allein Hamza Cakir darf nur laufen.

Geholfen hat die Breite im Kader zumindest auswärts bisher wenig. Immer wieder holt sich sein Team Selbstvertrauen aus den erfolgreich absolvierten Heimspielen, scheitert aber dann ebenso regelmäßig auswärts.

Plausible Gründe kann Meier nicht nennen. Zum Beispiel über die Unterstützung der Fans kann sich die Mannschaft in fremden Arenen nicht beschweren. Und in Aachen werden bestimmt über 3000 rot-weiß gekleidete Anhänger ihrer Mannschaft den Rücken stärken.

Die deutlichen Aussagen der Spieler, die zwar laut Trainer von Spiel zu Spiel denken müssen, verheißen in Aachen einen verstärkten Kampf gegen die miserable Auswärtsstatistik. Martin Harnik sagte etwa, dass die Fortuna den Relegationsplatz anpeilt. Dazu wären drei Punkte bei der Alemannia nötig.

Mit 40 Punkten im Rücken dürfen die Spieler auch mal den Mund etwas weiter aufmachen. Und große Ziele sollen sich die Spieler laut Meier sogar ganz bewusst setzen.

Er selbst habe das Erreichen dieser "ominösen Marke" gebührend gefeiert. Denn dass der Fortuna dies bereits nach 23 Spieltagen gelungen ist, hatten ihm und der Mannschaft nur wenige hemmungslose Optimisten vorher zugetraut.

Trotz der guten Position mit nur vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und sechs auf einen direkten Aufstiegsplatz treten noch zu viele Spieler gerade auswärts viel zurückhaltender auf als vor heimischer Kulisse.

Auf Oliver Fink, Johannes van den Bergh, Patrick Zoundi und Sebastian Heidinger, Torsten Oehrl trifft das zu, und auch Marco Christ macht seine besten Spiele nicht unbedingt auswärts. In Aachen soll jetzt am Montag mal wieder alles besser werden.