Fortuna Düsseldorf: Alfredo Morales: „Gesamtpaket Düsseldorf hat überzeugt“

Fortuna Düsseldorf : Alfredo Morales: „Gesamtpaket Düsseldorf hat überzeugt“

Alfredo Morales war auf der Suche nach einen Großstadt-Team, das fußballerisch zu ihm passt. Das fand er bei der Fortuna.

Fortuna hat für die neue Saison in der Fußball-Bundesliga die viel zitierten „echten Typen“ gesucht. In Alfredo Morales hat der Verein auf jeden Fall einen Spieler gefunden, der auf und neben dem Platz genau weiß, was er will. Und der das auch deutlich kundtun kann.

Das Gespräch am Rande des Trainingslagers im Westerwald dauert noch nicht lange, da sagt der ehemalige Nationalspieler der USA, dass es ihn eigentlich gar nicht interessiert, was über ihn geschrieben oder berichtet wird. Kurz danach spart er sich eine diplomatische Antwort auf die Frage, wie ihm der erste Teil der Saisonvorbereitung mit der Fortuna gefällt: „Ich glaube, kein Profi mag Trainingslager. Aber man muss da durch“, sagt der 28-Jährige, der lang genug dabei ist, um zu wissen, wie wichtig die Vorbereitung ist.

Auch privat mag Morales stabile Verhältnisse. Bereits seit sieben Jahren ist er verheiratet, hat zwei Kinder und bezeichnet sich als absoluten Familien-Menschen. Entsprechend viel bedeutete ihm, dass ihn seine neuen Mitspieler so gut aufgenommen haben. „Ich bin ein geselliger Typ, deshalb glaube ich nicht, dass es irgendwelche Probleme geben wird“, sagt Morales, den seine Gegenspieler hingegen umso aggressiver auf dem Rasen erleben werden. „Ich brauche diese Emotionen im Spiel.“

Das war ein Grund, warum die Fortuna ihn verpflichtete. Er selbst habe nach fünf „großartigen Jahren“ in Ingolstadt eine neue Herausforderung gesucht und als gebürtiger Berliner gerne einen Verein in einer Großstadt ausgewählt. Zudem habe seit dem ersten Kontakt mit der Fortuna alles gepasst.

Alfredo Morales, Sommerzugang der Fortuna

Das gilt vor allem für das Fußballerische. Seine Spielphilosophie verbindet ihn mit dem Trainer. „Wir haben uns in den Gesprächen gleich gut verstanden.“ Dass Friedhelm Funkel bereits eine feste Position wie die „Sechs“ für ihn vorgesehen hat, glaubt Morales indes nicht. „Da weiß ich nichts von. Ich bin sehr flexibel und kann überall spielen, auch als Innenverteidiger oder auf den Außenpositionen.“

Die Arbeit für die Mannschaft steht für den 28-Jährigen also im Mittelpunkt. „Zunächst möchte ich mich in der Gruppe einfinden und dann mit meiner Art als Mensch und Spieler allen im Team auf und neben dem Platz in jeder Sekunde helfen“, sagt Morales, der die Leidenschaft für seinen Beruf vorleben möchte, „sei es mit einem Tor, einer Vorlage oder einer Grätsche ins Aus.“

Den Einsatz verlangt auch von seinen Kollegen. Alle sollen möglichst fit sein, um den Willen zu entwickeln, der nötig ist, um in der Bundesliga gegen Gegner bestehen zu können, die qualitativ besser seien. „Dazu müssen wir alles in die Waagschale werfen“, sagt Morales, der Fortuna alles andere als chancenlos in der 1. Liga sieht. „Die 2. Bundesliga ist viel zu stark, um einen Aufsteiger direkt abzuqualifizieren.“

Die ersten Erkundigungen über Düsseldorf und Besuche der Königsallee sowie von einigen netten Restaurants hat Morales bereits hinter sich. Doch er ist gespannt, was ihm als Großstadtmensch die neue Heimat noch zu bieten hat. Seine Familie kommt Anfang August nach. „Dann werde ich sehen, was es für Möglichkeiten gibt, mit den Kindern etwas zu unternehmen“, sagt Morales. „Ich freue mich riesig auf das Gesamtpaket Düsseldorf.“

Obwohl der Neu-Fortune für das Nationalteam der USA spielte, fühlt er sich als Deutscher, hat auch der Löw-Elf die Daumen gedrückt. Aber auch mit Peru, der Heimat seines Vaters, hat er während der WM gefiebert. „Das war eine Mannschaft, die alles versucht und gezeigt hat, dass man Gegner mit besseren Einzelspielern durchaus in Verlegenheit bringen kann.“ Und das will Morales auch in der Bundesliga mit der Fortuna schaffen. Da sei es egal, ob ein Spieler schon Bundesliga gespielt hat. „Man muss einfach mit der richtigen Einstellung in die Spiele gehen. Die Chance, drei Punkte zu holen, haben wir in 34 Spielen.“