2:5 in Wolfsburg: Fünf Minuten kosten Fortuna das Spiel

2:5 in Wolfsburg : Fünf Minuten kosten Fortuna das Spiel

Trainer Funkel ärgert sich nach dem 2:5 in Wolfsburg über das Defensivverhalten seiner Profis und die Schiedsrichter.

In den ersten 20 Minuten des Auswärtsspiels von Fortuna Düsseldorf beim VfL Wolfsburg hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand unter den 25 350 Zuschauern damit gerechnet, dass jene Begegnung des 26. Spieltags in der Fußball-Bundesliga nach Abpfiff derartig viel Gesprächsstoff bieten würde. Beide Teams agierten zu Beginn fahrig, Höhepunkte gab es keine. Doch 70 teilweise turbulente Spielminuten später stand ein 5:2 (1:1) für die Niedersachsen auf der Anzeigetafel. Und auf Düsseldorfer Seite gab es gleich mehrere Themen, die die Gemüter erhitzten.

Ein Handspiel vor dem Wolfsburger Ausgleich zum 1:1 und einmal mehr damit verbundener Ärger über den Videobeweis sowie die Schiedsrichter-Entscheidungen. Zwei von Rouwen Hennings ausgelassene Top-Chancen, die zum 2:0 hatten führen müssen und ein kollektiver Fortuna-Tiefschlaf zwischen der 54. und 59. Minute, in denen der VfL von 1:1 auf 4:1 stellte. Friedhelm Funkel ärgerte sich insbesondere über die Defensivleistung seiner Mannschaft und — zum wiederholten Male — über die Schiedsrichter sowie den Videobeweis. „In der einen oder anderen Phase hatte ich den Eindruck gehabt, dass es ein Stück weit überheblich war. Zhn Minuten nach der Halbzeit haben wir sowas von schlecht verteidigt. Das war desaströs, völlig körperlos und da kriegen wir drei Gegentore“, polterte Fortunas Cheftrainer. „So darf eine Bundesligamannschaft nicht verteidigen. Das war von unseren beiden Innenverteidigern wirklich ganz, ganz schlecht“, ärgerte sich der 65-Jährige und kritisierte damit vor allem Kaan Ayhan und Marcin Kaminski.

Funkel spricht von „willkürlicher Regelauslegung“ bei Handspielen

Innenverteidiger Ayhan hatte mit einem direkt verwandelten Freistoß für die Führung gesorgt, dann glichen die Wolfsburger aus, weil Schiedsrichter Bastian Dankert auch nach Studium der Fernsehbilder nicht auf ein absichtliches Handspiel von Vorbereiter Wout Weghorst entschied. „Wieder war es eine Entscheidung, die zu Unrecht gegen uns getroffen wurde. Er hat sich durch dieses Handspiel einen klaren Vorteil verschafft“, schimpfte Funkel und teilte damit die Meinungen seiner Profis. „Sieben oder acht Situationen haben wir gegen uns gehabt in dieser Saison. Ich ärgere mich wieder total darüber. Bei Handspielen wird willkürlich entschieden, weil es keine einheitliche Regelauslegung gibt.“

So glich Admir Mehmedi aus und nach fünf Blackout-Minuten, in denen Weghorst (2) und Robin Knoche trafen, war die Begegnung entschieden. Benito Raman verkürzte noch einmal, Weghorst setzte mit seinem dritten Streich den Schlusspunkt. „Nach vorne haben wir es auch nach dem 1:4 und 2:4 gut gemacht. Das Spiel hätte auch 6:8 ausgehen können“, erklärte Funkel. Das Beste aus Fortuna-Sicht an diesem Tag waren die Resultate der Konkurrenten im Abstiegskampf. Stuttgart holte zwar einen Punkt, doch Nürnberg, Hannover und Schalke gingen leer aus. Acht Spieltage vor Saisonende bleiben noch elf Punkte Vorsprung auf Rang 16 übrig.

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