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0:5 - Fortuna enttäuscht und hätte in München höher verlieren können

Fußball-Bundesliga : 0:5 - Fortuna enttäuscht und geht in München unter

Das Spiel in München nahm von Beginn an den erwarteten Verlauf. Der Favorit ging nach einer Viertelstunde in Führung und baute diese ohne Probleme weiter aus. Das Team von Uwe Rösler enttäuschte, weil nie der Eindruck entstand, dass die Gäste an ihre Chance glauben würden.

Die erhoffte „Riesenüberraschung“ der Fortuna beim FC Bayern war nach einer halben Stunde endgültig Makulatur. Da stand es für den Favoriten bereits 2:0. Lewandowski (2) und Davies legten auf 5:0 bis zur 53. Minute nach. Der lange Zeit überzeugende Rekordmeister schaukelte danach das Spiel locker nach Hause.

Den ersten Nackenschlag hatten die Fortunen schon vor dem Anpfiff hinnehmen müssen. Ausgerechnet Abwehrchef Kaan Ayhan musste wegen muskulärer Probleme passen. Zanka (Mathias Jörgensen) ersetzte der türkischen Nationalspieler. Ansonsten setzte Fortuna-Trainer Uwe Rösler auf vier weitere neue Spieler. Niko Gießelmann, Adam Bodzek, Alfredo Morales und Steven Skrzybski kamen nach dem 2:1-Sieg gegen Schalke in die Startaufstellung. Bei den Bayern hatte es hingegen keine große Rotation gegeben. Lediglich Lucas Hernandez kam für Jerome Boateng in die Elf des Rekordmeisters.

Den ersten Torschuss verzeichneten die Gäste in der vierten Minute, als Kenan Karaman geschickt wurde. Er legte geschickt auf Alfredo Morales ab, der es aber nur zu einer „Rückgabe“ auf Neuer aus 17 Metern brachte. Die Bayern zogen hingegen ihr gewohnt kombinationssicheres Spiel auf und hatten ihre erste Chance durch Lewandowski, dem aber der Ball zu weit wegsprang und Fortunas Keeper Florian Kastenmeier zupacken konnte.

Nach einer Viertelstunde war es dann geschehen. Dummerweise aus Fortuna-Sicht war es dann auch noch ein Eigentor von Zanka, der ein Schüsschen von Benjamin Pavard ins eigene Tor zum 0:1 beförderte. Allerdings hatte die gesamte Abwehr der Gäste bei diesem Angriff der Münchner nicht gut ausgesehen. So war genau das geschehen, was alle erwartet hatten. Die Bayern wurden ihrem Favoritenstatus auch in Hinsicht auf das Ergebnis schnell gerecht.

Fortuna lief weiterhin und wie erwartet der Musik hinterher. Einige Fehler im Spielaufbau erschwerten zudem die Aufgabe, die ohnehin unlösbar erschien. In der 28. Minute verhinderte dann Kastenmeier das 0:2 mit einer tollen Parade gegen Thomas Müller. Dumm nur für ihn, dass beim folgenden Eckball Pavard erneut zur Stelle war und Düsseldorfs Torhüter diesmal per Kopf keine Abwehrchance ließ. Der Franzose sorgte mit dem 2:0 nach einer knappen halben Stunde für eine Art Vorentscheidung.

Fortuna war zu zaghaft, weder robust, noch mutig. Die Bayern hingegen gingen mit großem Ernst und ohne Schlendrian zur Sache, konnten aber die Chance für Morales und die noch bessere für Karaman (33.) nicht verhindern. Der beste Torschütze der Fortuna in der Rückrunde hätte getroffen, wenn Davies den Ball nicht noch so eben abgeblockt hätte.

Nachdem die Bayern ein wenig das Tempo herausgenommen hatten, ging es kurz vor der Pause mit einer herrlichen Kombination über Kimmich und Thomas Müller zur Sache. Am Ende durfte dann Robert Lewandowski seinen ersten Treffer überhaupt gegen die Fortuna erzielen. Er kam völlig frei zum Abschluss und traf zum 3:0 und holte sich seinen 300. Scorerpunkt in der Bundesliga.

Klar, dass Uwe Rösler zur Pause zunächst nicht wechselte, um unnötige zunächst Unruhe zu vermeiden. Er hatte natürlich die Devise ausgegeben, möglichst keine weiteren Treffer zu kassieren, um nicht mit einer hohen Klatsche nach Düsseldorf zurückkehren zu müssen. Am Spielverlauf änderte sich aber wenig. Zwar lief die Fortuna noch hoch an, aber es war schon zu erkennen, dass die letzte Überzeugung fehlte. So stand es in der 50. Minute dann bereits auch 4:0. Wieder traf Robert Lewandowski durch die Beine von Kastenmeier. Und jetzt kamen auch noch die Fehler der Fortunen hinzu. Alfonso Davies profitierte von einem Dribbling-Versuch von Kevin Stöger im eigenen Strafraum. Der Kanadier ließ bei diesem Tor zum 5:0 nur zwei Minuten nach dem vorherigen Treffer Fortunas Keeper erneut keine Chance.

Immerhin durften die Gäste dann auch mal. Der Kopfball von Andre Hoffmann aus guter Position gegen einen in dieser Situation indisponierten Nationalkeeper ging aber über das Tor. Die Bayern nahmen dann ein wenig das Tempo aus dem Spiel und Fortuna hatte etwas mehr Spielanteile.

Weiteres Pech hatte die Fortuna, als 20 Minuten vor dem Ende der eingewechselte Marcel Sobottka sich am Sprunggelenk verletzte. Immerhin brach kein weiteres Ungemach in Form von Gegentoren über die Gäste hinein. Hätten die Bayern bis zum Ende ernst gemacht, wäre die Elf von Uwe Rösler nicht ohne eine höhere Niederlage weggekommen.