FIFA-Präsidentschaftskandidat enttäuscht von Sperre

FIFA-Präsidentschaftskandidat enttäuscht von Sperre

Seoul (dpa) - Der bisherige FIFA-Präsidentschaftskandidat Chung Mong Joon hat enttäuscht auf seine sechsjährige Sperre durch die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes reagiert. Der 63 Jahre alte frühere FIFA-Vizepräsident aus Südkorea kündigte legale Schritte gegen das Urteil an.

Die Kommission bezeichnete der milliardenschwere Unternehmer in einer in Seoul veröffentlichten Erklärung als „Auftragskiller“ von FIFA-Chef Joseph Blatter, der selbst eine 90-tägige Sperre erhielt.

Die Verhängung der Sanktion gegen ihn durch das Gremium wegen Verstößen gegen „vage Artikel“ des FIFA-Ethikcodes sei erwartet worden, hieß es weiter. „Das ist das eklatanteste Scheitern der Justiz. Die FIFA ist wie die sinkende Titanic.“ Er wolle alle verfügbaren rechtliche Maßnahmen dagegen ergreifen und sich weiter um eine Reform des Weltverbandes einsetzen. Auch muss Chung 100 000 Schweizer Franken zahlen.

Dem früheren Chef des koreanischen Fußballverbandes werden Verstöße gegen vier Artikel des FIFA-Ethikcodes im Zusammenhang mit Südkoreas gescheiterter Bewerbung für die WM 2022 zur Last gelegt. Er war bis 2011 auch Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee und strebte wie UEFA-Chef Michel Platini die Nachfolge Blatters an. Die Ermittlungen gegen Chung wurden im Januar 2015 eröffnet.

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