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Für die Deutsche Mannschaft ist in der EM noch nichts verloren

EM : Für die Deutsche Mannschaft ist noch nichts verloren

Natürlich ist noch alles drin. Man kann gegen den Weltmeister verlieren. Die deutsche Mannschaft muss noch ihre Linie finden.

Natürlich ist noch alles drin. Das bezweifelt niemand. Man kann gegen den Weltmeister verlieren. Das haben die anderen auch immer gesagt, als die deutsche Mannschaft Weltmeister war. Sie ist es nicht mehr.

Über Gründe ist genügend nachgedacht und geschrieben worden. Und weil das so ist, muss man nach dem Spiel in München nochmals darauf hinweisen, dass sich die Franzosen seit dem letzten Euro-Vergleich in Marseille intensiver entwickelt haben.

Das ist nicht mehr als eine Binsenweisheit, Frankreich ist in Russland Weltmeister geworden. Es ist offensichtlich, dass es da einen Unterschied gibt. Gegen diesen Unterschied hat sich die Mannschaft gewehrt, aber es hat nicht gereicht.

Ohne aus dem Kommentar einen Stammtisch zu machen: Es wird darauf ankommen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Geradebiegen, wie der Bundestrainer sagt, wird vielleicht nicht ausreichen. Diese deutsche Mannschaft hat ihre Linie noch nicht gefunden, die hohe individuelle fußballerische Qualität hat den Mannschaftsverbund noch nicht ausreichend gestärkt.

Ob das in drei Tagen noch erledigt werden kann, ist offen. Es ist jedenfalls optimistisch. Weil wir Optimisten bleiben, hoffen wir, dass es gegen den Europameister Portugal ausreicht. Leroy Sané ist so wenig Einwechselspieler wie es Kai Havertz ist, also nochmals den Versuch wagen. Das Mittelfeld braucht eine balltreibende Kraft, Passgeber gibt es genug.

Wenn schon nicht Joshua Kimmich und Leon Goretzka zusammen, dann zumindest einer von ihnen. Die Abwehr hat ihre Zielform erreicht, Mats Hummels wird kein zweites Eigentor unterlaufen. Die Viererkette muss dennoch eine Option bleiben. Noch ist nichts verloren. Aber Joachim Löw muss reagieren.