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Coronavirus und die EM: Lieber ein Ende mit Schrecken

Kommentar zur möglichen EM-Absage : Corona und die EM: Lieber ein Ende mit Schrecken

Bei aller Fußballbegeisterung wäre eine kontinentale Europameisterschaft in Zeiten des Coronavirus ein viel zu großes Risiko. Das muss auch die UEFA einsehen.

Das ist eine Entscheidung von immensem Gewicht. Das wissen alle. Aber es ist trotzdem eine ohne Alternative. In der von Michel Platini angedachten Form wird diese Fußball-Europameisterschaft 2020 nicht durchzuführen sein. Eine Europameisterschaft in zwölf Ländern ist abseits aller Kritik eine nette kontinentale Idee gewesen, aber in der aktuellen Corona-Krise ist diese Idee unmöglich zu realisieren. Da gilt dann, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Weil das Risiko einfach zu groß ist. Und man den Menschen dieses Risiko nicht zumuten kann. Dabei geht es weniger um die Spieler, die Trainer, die Mannschaften, natürlich auch um die, aber vielmehr um die Zuschauer, die zu Millionen auf dem alten Kontinent unterwegs sein werden. Man kann als vernünftiger Mensch bei aller Fußballbegeisterung nicht wollen, dass Millionen von Fans kreuz und quer auf dem alten Kontinent unterwegs sind und im schlimmsten Fall zur millionenfachen Verbreitung des Coronavirus beitragen.

Nein, wenn die Uefa zur Krisensitzung ruft, wird die Verlegung der Euro 2020 beschlossen werden müssen. Schon allein aus zwingenden Termingründen. Die Ligen Europas werden bei fortschreitender Corona-Infizierung ihre Meister- und Pokalrunden gar nicht rechtzeitig beenden können. Und es ist im Fußball kaum darstellbar, zugunsten einer Europameisterschaft alle nationalen Meisterschaften abzusagen und den Spielbetrieb frühzeitig einzustellen. Erst, wenn der Virus medizinisch im Griff ist, kann man sich wieder Gedanken über ohnehin ausufernde Turniere machen.