Schweinsteiger rettet Bayern - Hertha-Blamage

Schweinsteiger rettet Bayern - Hertha-Blamage

Berlin (dpa) - Dank eines überragenden Doppeltorschützen Bastian Schweinsteiger hat Titelverteidiger FC Bayern München das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Mit einem fulminanten 30-Meter-Kracher sorgte der Nationalspieler beim 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Werder Bremen für die Entscheidung und verdarb den Hanseaten die Revanche für das verlorene Finale (0:4) in der Vorsaison. Nach der frühen Werder-Führung durch Claudio Pizarro (2.) hatte Schweinsteiger bereits den Ausgleich (27.) erzielt.

Erleichterung herrschte auch beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln, Entsetzen hingegen bei Zweitliga-Spitzenreiter Hertha BSC und dem SC Freiburg: Eingeleitet von einem verrückten Treffer aus knapp 60 Metern schockte Drittligist TuS Koblenz die Berliner beim 2:1 (0:0)-Heimerfolg. Auch die Freiburger schieden überraschend aus. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg für Energie Cottbus ließ Emil Jula (81.) die Lausitzer jubeln. Mit Interimstrainer Frank Schaefer machten die Kölner einen ersten Schritt aus der Krise und bezwangen TSV 1860 München in der zweiten Runde mit 3:0 (0:0).

Trotz einer durchwachsenen Leistung setzte der FC Schalke 04 den leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Das Team von Trainer Felix Magath gewann beim Zweitligisten FSV Frankfurt dank eines Treffers von José Manuel Jurado (12.) mit 1:0 (1:0). Keine Probleme hatte ebenfalls der 1. FC Kaiserslautern mit Zweitliga-Schlusslicht Arminia Bielefeld. Beim lockeren 3:0 (2:0)-Erfolg erzielte Srdjan Lakic (11./42./48.) alle drei Treffer für die Pfälzer.

Nach mäßiger Anfangsphase überraschte der Koblenzer Michael Stahl Hertha-Keeper Marco Sejna mit einem Schuss von hinter der Mittellinie. Marcus Steegmann (71.) erhöhte per Foulelfmeter. Zudem sah Mittelfeldspieler Raffael (80.) bei den Berlinern die Rote Karte. Der Anschlusstreffer von Adrian Ramos (88.) kam zu spät.

Als Nachfolger des beurlaubten Zvonimir Soldo setzte Schaefer erstmals seit Ende August wieder auf Angreifer Milivoje Novakovic in der Startformation. Nach der Führung von Martin Lanig (59.) sorgte der Slowene elf Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. Nationalstürmer Lukas Podolski krönte seine Leistung nach zwei Torvorlagen mit dem 3:0 (83.).

Der VfL Wolfsburg gab sich beim Fünftligisten SC Victoria Hamburg keine Blöße und zog dank eines 3:1 (1:0)-Erfolgs in die Runde der letzten 16 ein. Trotz des Gegentreffers durch Peter Pekarik (17.) hielt der Oberligist bis zur Halbzeit noch gut mit. Doch nach der Pause war die Gegenwehr von Victoria schnell gebrochen. Josué (52.) und Marcel Schäfer (55.) trafen für den VfL. Stephan Rahn (71.) erzielte zumindest den Hamburger Ehrentreffer.

Nach durchwachsenem Saisonstart konnte Vorjahres-Halbfinalist Augsburg zumindest im Pokal für den erhofften Aufschwung sorgen. Die Schwaben setzten sich im bayerischen Zweitliga-Duell bei der SpVgg Greuther Fürth mit 4:2 (1:1,1:0) dank der Tore von Nando Rafael (98./111.) und Michael Thurk (120.) nach einer packenden Verlängerung durch. Fürths Sercan Sararer (109.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Kingsley Onuegbu (43.) für das Heimteam und Thurk (79.) trafen während der regulären Spielzeit.

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