Real vs. Atlético: So viel Bundesliga steckt Finale

Real vs. Atlético: So viel Bundesliga steckt Finale

Berlin (dpa) - Wenn Real und Atlético Madrid am 24. Mai in Lissabon zum ersten Stadtduell in einem Champions-League-Finale gegeneinander antreten, ist auch ein bischen Bundesliga dabei. Jeweils zwei Spieler auf beiden Seiten haben Erfahrungen im deutschen Fußball-Oberhaus gesammelt.

Real Madrid:

SAMI KHEDIRA: Nach vier Jahren beim VfB Stuttgart mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007 als Krönung wechselte der Mittelfeldmann 2010 für etwa 14 Millionen Euro Ablöse zu Real und reifte dort zum Weltstar. Mit den Königlichen wurde der WM-Dritte von 2010 spanischer Meister und zweimal Pokalsieger. Im Testländerspiel in Italien erlitt Khedira im November 2013 einen Kreuzbandriss im Knie und kämpft seitdem um sein Comeback. Sein Mitwirken im Finale ist fraglich.

DANIEL CARVAJAL: Der aus der Madrider Talentschmiede Castilla hervorgegangene Außenverteidiger kam 2012 zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga. Er absolvierte für die Werkself auf Anhieb 32 Spiele, in denen er ein Tor erzielte. Durch die starken Leistungen Carvajals aufmerksam geworden, zog Real im Sommer 2013 seine Rückkaufoption und holte den heute 22-Jährigen wieder nach Madrid. Spielte im Halbfinale gegen Bayern 90 Minuten durch und ist auch im Finale gesetzt.

Atlético Madrid:

DIEGO: Diego Ribas da Cunha wechselte 2006 vom FC Porto zu Werder Bremen, wo er in drei Jahren 38 Treffer in 84 Spielen erzielte. Nach einem einjährigen Intermezzo bei Juventus Turin holte ihn Felix Magath zum VfL Wolfsburg. Weil er vor dem letzten Saisonspiel das Mannschaftsquartier verließ, wurde der begnadete Mittelfeldspieler 2011 vom Coach ausgemustert und an Atlético Madrid abgegeben. Nach Auslaufen des Leihvertrages kehrte der Brasilianer zur Saison 2012/13 zum VfL zurück. Am 31. Januar dieses Jahres kehrte er zu Atlético zurück, hat aber keinen festen Platz im Team von Diego Simeone.

JOSE ERNESTO SOSA: Der Argentinier kam 2007 zu Bayern München, konnte sich aber keinen Stammplatz erkämpfen und wurde im Oktober 2009 an seinen Heimatclub Estudiantes de la Plata ausgeliehen. Danach kehrte er zu Saisonbeginn 2010/11 ins Training der Bayern zurück, ehe er kurz vor Ende der Transferphase zum SSC Neapel wechselte. Anfang 2014 lieh Metalist Charkow Sosa an Atlético aus. Der Ergänzungsspieler wurde im Halbfinale beim FC Chelsea in der 76. Minute eingewechselt.