Champagne sieht Probleme bei FIFA-Kandidatur

Champagne sieht Probleme bei FIFA-Kandidatur

Paris (dpa) - FIFA-Präsidentschaftskandidat Jerome Champagne hat zehn Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist Probleme bei der Unterstützung seiner Kandidatur eingeräumt.

Der Franzose gab in einem Statement zu, dass er noch nicht über die schriftlichen Zusagen von fünf nationalen Fußballverbänden verfügt. Um FIFA-Präsident Joseph Blatter bei der Wahl durch den Kongress Ende Mai herauszufordern zu können, ist das aber eine Bedingung.

Er habe das Gefühl, meinte Champagne, „dass das Endresultat der Wahl bereits feststeht“ und es daher für die Verbände „riskant wäre“, sich mit Unterstützer-Briefen zu ihm zu bekennen. Außerdem bestehe die Befürchtung, in diesem Fall „ausgegrenzt oder bestraft“ zu werden.

Blatter hat insgesamt drei Gegenkandidaten. Neben Champagne will auch der ehemalige französische Fußball-Nationalspieler David Ginola gegen den Amtsinhaber aus der Schweiz antreten. Zuletzt hatte der jordanische Verbandschef Prinz Ali bin Al-Hussein seine Kandidatur angekündigt. Der Ex-Präsident des chilenischen Fußball-Verbandes, Harold Mayne-Nicholls, hält sich eine Bewerbung offen.

Der 78 Jahre alte Blatter strebt eine fünfte Amtszeit an. Die Bewerbungsfrist für die Gegenkandidaten läuft bis zum 29. Januar. Sie müssen die Unterstützung von fünf nationalen Fußballverbänden nachweisen. Zudem müssen sie belegen, dass sie in zwei der vergangenen fünf Jahre eine „aktive Rolle“ im Fußball gespielt haben.

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