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Can ist „gerne“ Rechtsverteidiger

Can ist „gerne“ Rechtsverteidiger

Düsseldorf. Man wird ziemlich sicher davon ausgehen können, dass Emre Can am Montag im Hampden Park im schottischen Glasgow sein zweites Länderspiel macht. Rechtsverteidiger in der Viererkette sind rar in diesem Land, Emre Can ist eigentlich auch keiner, aber er bringt ganz viel mit, was ihn zu einem machen könnte.

Findet Joachim Löw. Und Can selbst findet das auch ganz gut. „Ja klar“ antwortete er nach seinem Länderspiel-Debüt gegen Polen auf die Frage, ob er auch weiter Rechtsverteidiger in der DFB-Elf sein möchte. „Wenn der Bundestrainer sagt, ich soll da spielen, spiele ich sehr gerne da.“

Angesichts der übermächtigen Konkurrenz im Zentrum des Spiels ist das eine weise Aussage des gebürtigen Frankfurters türkischer Herkunft, der Schnelligkeit, Passhärte und Athletik mitbringt. Nur ein taktisches Verständnis, wie man in der Viererkette agiert, hat Can noch nicht mitgebracht. Er habe es „erst ein Mal“ gespielt. In Liverpool agierte Can oft in einer Dreierkette rechts — was Löws Vision der Zukunft ist und Can für ihn noch wertvoller macht — , aber das ist eben etwas komplett anderes. „Ich muss da noch lernen, wann ich nach innen und wann ich nach außen gehe in der Viererkette. Aber je mehr ich spiele, umso mehr lerne ich“, sagte Can, der den forschen Kamil Grosicki von Stade Rennes lange nicht in den Griff bekam. Auch beim Gegentor nicht. Löw fand das trotzdem ein „gutes, ordentliches Debüt“. Bei Eintracht Frankfurt begann Can, als 15-Jähriger kam er ins Internat des FC Bayern. Dort ging es ihm zu langsam voran: Wechsel nach Leverkusen, dann zum FC Liverpool, wo sie ihm eine große Zukunft verheißen. In der Nationalelf hat sie gerade begonnen.