13. Spieltag: Leipzig muss nach klarer Führung in Paderborn noch zittern

13. Spieltag : Leipzig muss nach klarer Führung in Paderborn noch zittern

RB Leipzig hat eine erfolgreiche Woche mit dem zumindest vorübergehenden Sprung auf Platz eins gekrönt. Am Ende machen sich die Sachsen das Leben beim Tabellenletzten aber selbst noch schwer.

Nach der unnötigen Zitterpartie in Paderborn atmeten die Leipziger erst einmal tief durch. „Wir haben es am Ende spannender gemacht, als es nötig gewesen wäre“, sagte Sportchef Markus Krösche nach dem 3:2 (3:0)-Sieg der Sachsen.

Eine Halbzeit lang hatte das Champions-League-Team beim Tabellenletzten alles im Griff, führte auch in der Höhe verdient mit 3:0. „Doch dann haben wir vielleicht einen Gang zuviel zurückgeschaltet“, sagte Krösche, der vor der Saison aus Paderborn nach Leipzig gewechselt war.

Paderborn kam so noch einmal auf 2:3 heran, zu mehr reichte es für den Aufsteiger aber nicht. „Ich denke, am Ende haben wir insgesamt trotzdem verdient gewonnen“, sagte RB-Coach Julian Nagelsmann. Durch den Erfolg eroberte Leipzig zumindest vorübergehend die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga.

Vor 13.253 Zuschauern in der Benteler-Arena erzielten Patrik Schick (3. Minute), Marcel Sabitzer (4.) und Timo Werner (26.) die Treffer für das Nagelsmann-Team. Streli Mamba (62.) und Klaus Gjasula (73.) trafen nach dem Seitenwechsel für die nie aufsteckenden Gastgeber und brachten den großen Favoriten damit noch einmal in Bedrängnis. „Hut ab, wie die Jungs nach der Pause noch einmal aufgestanden sind. Ein Fußball-Spiel dauert aber zwei Mal 45 Minuten. Und weil wir die erste Halbzeit verschlafen haben, haben wir am Ende auch verdient verloren“, sagte Paderborns Trainer Steffen Baumgart.

Vier Tage nach dem erstmaligen Achtelfinal-Einzug in der Champions League sorgten die Leipziger scheinbar schnell für klare Verhältnisse. Bereits nach vier Minuten war die Partie praktisch entschieden. Mit seinem ersten Torschuss in der Bundesliga überhaupt brachte Schick die Gäste in der dritten Minute in Führung.

Der aus Rom gekommene Schick hatte bislang wegen Verletzungsproblemen einen schweren Start in Leipzig. Zwischenzeitlich gab es um den Tschechen sogar Ärger zwischen den Leipziger Verantwortlichen und dem Verband seines Heimatlandes, weil der Angreifer ins Nationalteam berufen wurde, obwohl er nach Meinung der Sachsen nicht fit war.

Nur eine Minute nach der Führung sorgte Sabitzer mit einem Fernschuss für das 2:0. Die Gastgeber, die vor einer Woche beim 3:3 in Dortmund noch so überrascht hatten, hatten der Leipziger Offensivwucht anfangs überhaupt nichts entgegenzusetzen. Die Paderborner kamen immer einen Schritt zu spät, waren den robusten RB-Spielern zudem hoffnungslos in den Zweikämpfen unterlegen. Das 3:0 durch Werner war die logische Konsequenz. Für den Nationalstürmer war es im 13. Saisonspiel bereits der 13. Treffer.

Auch ohne den Schweden Emil Forsberg, der nach seinen beiden Toren in der Champions League gegen Benfica Lissabon dieses Mal wegen muskulärer Probleme passen musste, demonstrierte Leipzig seine riesige Qualität in der Offensive. Doch trotz des klaren Rückstandes und der deutlichen Unterlegenheit kamen die Paderborner mit viel Schwung aus der Kabine. Am Ende reichte es aber nur noch zu den Treffern von Mamba und Gjasula.

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