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4. Spieltag: Joker Reus sichert Dortmund-Sieg bei Hoffenheim

4. Spieltag : Joker Reus sichert Dortmund-Sieg bei Hoffenheim

Kapitän Marco Reus und Jungstar Erling Haaland jubelten Arm in Arm. Dank einer erfolgreichen Co-Produktion der beiden eingewechselten Matchwinner hat sich Borussia Dortmund in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt.

Der 20 Jahre junge Norweger bereitete den Siegtreffer von Nationalspieler Reus (76. Minute) zum 1:0 (0:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim vor. Die beiden Joker sorgten damit für eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Champions-League-Auftakt am Dienstag bei Lazio Rom. Überschattet wurde die Partie von der Corona-Lage in beiden Teams.

Hoffenheims kroatischer Toptorjäger Andrej Kramaric fehlte nach einem positiven Test wie auch der Ghanaer Kasim Adams, wie die TSG bestätigte. Zudem befindet sich der Tscheche Pavel Kaderabek wegen eines Falls in der Familie ebenfalls in Quarantäne. „Ich hatte mit allen drei Jungs heute noch Kontakt, allen geht es gut. Sie sind zuhause, halten sich an die Quarantäneverordnungen“, hatte Sportchef Alexander Rosen vor dem Anpfiff bei Sky gesagt.

Der Ausfall von Kramaric (sechs Saisontore) schmerzte die Hoffenheimer ganz besonders. Der BVB hatte so nicht das Schreckgespenst von der letzten Begegnung vor sich: Der 29-Jährige hatte beim 4:0 im Juni in Dortmund alle vier Treffer erzielt. Das Duell der Topstürmer Kramaric und Haaland fiel damit aus. Beim BVB war Manuel Akanji während der Länderspielpause positiv getestet worden. „Ich denke, wir müssen sehr aufpassen. Es ist gefährlich. Es werden mehr Fälle kommen, es ist nicht gut zu reisen“, sagte BVB-Trainer Lucien Favre.

Reus und Haaland hatte der Schweizer bis zur 64. Minute auf der Bank gelassen. „Er hat zuletzt drei Spiele hintereinander gemacht. Wir müssen weiter vernünftig sein“, erklärte Favre, nach seinem 300. Bundesliga-Spiel, mit Blick auf Haaland. Reus traf vor 6030 zugelassenen Zuschauern im Sinsheimer Stadion mit seinem ersten Treffer seit Februar. Sportdirektor Michael Zorc freute sich nach dem Abpfiff über den „offensiven Push“ durch die beiden Joker: „Wir hatte Torchancen en masse und hätten den Sack früher zumachen müssen.“

In der Dortmunder Startformation stand der 17-jährige Giovanni Reyna ebenso wie der zuletzt öfter nicht berücksichtigte Nationalspieler Julian Brandt. Emre Can rückte in die Abwehr zurück, die nach dem Fehlen von Akanji, Dan-Axel Zagadou und Nico Schulz schnell weiter dezimiert wurde: Lukasz Piszcek musste nach nur 20 Minuten angeschlagen vom Platz.

Im munteren ersten Durchgang fehlte der TSG öfter der letzte Pass, dem BVB die letzte Entschlossenheit im gegnerischen Strafraum. Der Ex-Frankfurt Mijat Gacinovic hatte bereits in der vierten Minute die Chance zur Führung, als er mit der Fußspitze nach einer weiten Flanke von Robert Skov am Ball war, der aber am Pfosten vorbeiging.

Ein ordentliches Comeback im Team von Trainer Sebastian Hoeneß gab Sebastian Rudy nach seiner Rückkehr von Schalke 04. Kurz vor der Pause erhöhten die Dortmunder den Druck: Bei Reynas Schuss nach einem feinen Dribbling des Talents rettete gerade noch Skov vor der Torlinie. Zudem köpfte Thomas Meunier auf die Oberkante der Latte.

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© dpa-infocom, dpa:201017-99-980584/3