Sky-Desaster bei Bayern gegen BVB - Sender zahlt Entschädigung

Panne bei der Übertragung : Sky-Desaster bei Bayern gegen BVB - Sender zahlt Entschädigung

Tausende Fans konnten den Bundesliga-Klassiker zwischen Bayern und Dortmund nicht sehen. Der Sender will seine Kunden nun dafür entschädigen.

Ausgerechnet beim Topspiel der Fußball-Bundesliga hat Sky ein technisches Desaster erlebt und viele Fußballfans verärgert. Statt des deutschen Klassikers zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund sahen Tausende Kunden am Samstag lange Zeit nur eine Fehlermeldung. Während die Übertragung im Fernsehen funktionierte, wackelte das Online-Signal oder verschwand sogar komplett.

Am Dienstagabend hat Sky nun angekündigt den betroffenen Kunden eine Entschädigung zahlen zu wollen. Abonnenten, die für das Spiel ein Tages-Ticket oder ein Wochen-Ticket ab dem 3. November gekauft haben, sollen den Kaufpreis zurückerhalten.

Kunden, die ein Monatsticket oder Sky Go haben, sollen von dem Sender bis Ende Dezember direkt kontaktiert werden und einen Ausgleich angeboten bekommen. Dieser soll entweder aus zusätzlichem Sky-Content bestehen oder ein „nennenswerter“ Rabatt sein.

Sky-Chef Carsten Schmidt hatte sich zuvor schon persönlich bei den verärgerten Kunden entschuldigt. „Auf Sky Go und Sky Ticket haben wir praktisch nicht geliefert. Hierfür möchte ich mich persönlich und aufrichtig entschuldigen", wurde Schmidt in einer Mitteilung des Senders zitiert.

Deutschlandweit hagelte es Häme für Sky

In den Sozialen Medien beschwerten sich etliche Sky-Nutzer bereits am Samstagabend über die massiven technischen Störungen. Die „Bild“-Zeitung berichtete mit Bezug auf den Internet-Dienstleister „allestörungen.de“ von bundesweit mehr als 60 000 Empfangsproblemen bei „Sky Go“ und 40 000 Problemen mit „Sky Ticket“.

Viele Kunden und Beobachter reagierten mit Häme. Das Branchen-Magazin „dwdl.de“ schrieb unter der Überschrift „Fan-Frust statt Fußball-Fest“, dass Sky Deutschland beim Streaming überfordert mit der Nachfrage nach dem Bundesliga-Topspiel sei. Und lästerte: „Sky No Go.“ Das Fußball-Magazin „11Freunde“ schrieb während des Spiels in seinem Liveticker: „Auf der anderen Seite: Beide Mannschaften können hier befreit aufspielen. Die fetteste Klatsche kassiert heute SkyGo.“

Die NDR-Satiresendung Extra 3 twitterte: „Liebe enttäuschte SkyGo-Kunden, wir werden das Topspiel originalgetreu für Euch nachtanzen. Der Stream beginnt in wenigen Minuten.“ Das Magazin „FUMS“ fragte bei dem Kurznachrichtendienst, ob der Video-Assistent in Köln „auch Sky Go hatte“.

(dpa/red)