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Trainingsauftakt: Die Jungen sollen es richten

Trainingsauftakt: Die Jungen sollen es richten

Seit Montag befindet sich der Bundesligist aus Mönchengladbach wieder im Training. Immerhin 400 wackere Fans sind es, als um 16.02 Uhr ein Trainingsspiel beginnt.

Mönchengladbach. Wenn das mal kein Frühstart ist: Um exakt 15.18 Uhr, 42 Minuten früher als angekündigt, bittet der Cheftrainer von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach, Michael Frontzeck, die exakt 23 anwesenden Spieler auf den Trainingsplatz 1 am Borussiapark.

Ein Häufchen von zwei Dutzend Fans hat diesen Frühstart vorhergesehen und beobachtet stumm den Einmarsch. Immerhin 400 wackere Fans sind es, als um 16.02 Uhr ein Trainingsspiel beginnt. Außer einem Pfosten- und einem Lattentreffer passiert bei diesem allerdings wenig.

Es bleiben fast acht Wochen Vorbereitung bis zum Pokalspiel am 14. oder 15. August, den Kader auf die Saison vorzubereiten. Frontzeck spricht von einer Achse, auf die er nach jetziger Planung baut: Von Dante und Marx in der Abwehr über Bradley und de Camargo im offensiven Bereich.

"Dort drumherum werden sich die jungen Spieler finden", sagt der Trainer. Mit einem Durchschnittsalter von knapp über 24 Jahren geht die Borussia mit einem der jüngsten Kader der vergangenen Jahre in die Saison.

Ältere Spieler wie Oliver Neuville und Rob Friend (seit gestern steht sein Wechsel zu Hertha BSC fest) werden ersetzt durch Jungspunde wie Jens Wissing (von Preußen Münster), Bamba Anderson (Fortuna Düsseldorf) oder Patrick Herrmann (eigene Jugend).

Durch wen Abgang Rob Friend ersetzt wird, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Sportdirektor Max Eberl spricht von zwei bis drei Spielern, die auf der Wunschliste stehen. Insider erwarten, dass der Verein deutlich mehr als die durch Friend erlösten gut zwei Millionen Euro ausgeben wird. Das Anforderungsprofil ist dabei klar umrissen.

"Wir haben fest mit Rob Friend als kopfballstarken Keil- oder Stoßstürmer geplant. Der neue Stürmer soll dieses Profil erfüllen, aber auch andere Qualitäten haben", erklärt Eberl. Ob Mohamadou Idrissou vom SC Freiburg ein Thema ist, wie seit Tagen öffentlich diskutiert wird, sagte der Sportdirektor erneut nicht.

Dienstag und Mittwoch stehen umfangreiche medizinische Tests an. Donnerstag und Freitag wird vormittags auf dem Platz trainiert, nachmittags gelaufen. Nach einem Morgentraining am Samstag geht es am Mittag auf den Weg ins Trainingslager nach Herzlake im Emsland, um 15 Uhr steht ein Testspiel beim FC Ottenstein östlich von Bielefeld an. In Herzlake wird die Borussia bis Freitag, 2. Juli, sein.