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So lief das Auftaktspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern

Fußball-Bundesliga : So lief das Auftaktspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München

Die Bundesliga geht in die nächste Saison. Zum Auftakt stand mit Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München ein echter Klassiker auf dem Papier. Wie die Fans die Rückkehr ins Stadion feierten und wie sich Joe Scally geschlagen hat, lesen Sie hier.

Das 1:1 zum Auftakt in die neue Bundesliga Saison ist für Borussia Mönchengladbach ein guter Punktgewinn und absolut verdient. Nach einer starken Leistung gegen den Rekordmeister, können die Gladbacher zuversichtlich in die nächsten Wochen blicken.

Das lief gut im ersten Heimspiel für Adi Hütter

Borussia agierte in den ersten Minuten druckvoll und griff die Bayern durch aggressives Pressing früh an und kam in den ersten Minuten auch zu mehreren Chancen. Alasanne Plea stand vor dem 1:0 goldrichtig und erzielte die verdiente Führung der Gladbacher. Die Bayern waren in der ersten halben Stunde sichtlich beeindruckt von den Fohlen. Auch nachdem die Bayern stärker wurden, konnten die Borussen in den entscheidenden Situationen klären. Dass Yann Sommer seine EM-Form mit in den Borussia Park gebracht hat, half da natürlich auch mit.

Anders als unter Marco Rose haben die Gladbacher in der Schlussviertelstunde noch Kräfte, um das Spiel zu gewinnen. Unter dem Ex-Coach verpasste man es häufig, die Spiele zu Ende zu spielen. Gegen Bayern sieht man, dass die Mannschaft nicht mit dem Punkt zufrieden ist und auf den Sieg spielt. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, ist hier eine Trendwende zu erkennen.

Das 4-2-3-1 System gegen den Ball klappte schon recht gut. Viele Ballgewinne resultierten auch aus dem aggressiven gegen den Ball arbeiten der Stürmer um Kapitän Lars Stindl.

Das muss besser werden

Die Chancenverwertung ist am Freitagabend wohl das größte Problem auf beiden Seiten. Lewandowski scheiterte mehrfach am starken Sommer und auf Gladbacher Seite gab es auch eine Reihe von hochklassigen Möglichkeiten. Viele dieser Aktionen wurden im letzten Drittel nicht konsequent zu Ende gespielt. Hier herrscht auf jeden Fall das größte Potenzial für die nächsten Aufgaben.

Die Standards hatten die Borussen in der ersten halben Stunde gut verteidigt, das 1:1 fiel dennoch nach einer Ecke. Lewandowski entwischt den Innenverteidigern und macht den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit sind es einige Hereingaben von Davies und später Coman, die die Abwehr unter Druck setzen aber letztendlich nicht überwinden können. Bei eigenen Ecken und Freistößen standen die Fohlen ab und an ein wenig zu offen in der Konterabsicherung. Aber auch hier konnten die schnellen Lewandowski und Müller die Aktionen nicht final zu Ende spielen, sodass die Fehler ungenutzt blieben und am Ende verdientermaßen eine Punkteteilung auf der Anzeige steht.

So haben sich die Neuzugänge geschlagen

Joe Scally feierte und dem Applaus der knapp 23.000 Fans sein Bundesliga-Debüt. Er konnte wie schon in der Vorbereitung auf sich aufmerksam machen und war neben Yann Sommer der beste Borusse. Gegen Leroy Sane hatte er in der ersten Halbzeit überhaupt keine Probleme. Sane konnte kaum Akzente setzen und auch als Bayern Coach Julian Nagelsmann Thomas Müller auf den 18-jährigen Scally ansetze, machte der US-Boy seine Sache sehr gut. Die Fans haben den Neuzugang direkt ins Herz geschlossen. Nach knapp 20. Minuten bekam er eine Sprechchöre im Borussia Park.

Keanan Bennetts ist zwar kein echter Neuzugang, kommt aber nach seiner Leihe aus Ipswich zurück und scheint unter Adi Hütter aufzublühen. In den knapp 20. Minuten hatte er einige vielversprechende Aktionen, konnte einen Schuss anbringen, den Manuel Neuer aber parieren konnte.

Luca Netz kam nicht zum Einsatz.

Welchen Einfluss haben die Fans nach einem Jahr Geisterspiele?

Von Beginn an machen die Fans klar, dass sie die Bundesliga vermisst haben. Schon bei der Mannschaftsaufstellung hat man nicht das Gefühl, dass nur 23.000 Leute im Stadion sind. Nach dem Tor von Plea entlud sich die ganze Energie der Fans auf den Rasen. Ein tolles Gefühl und Balsam auf die Fan-Seele, nach dem ein Jahr lang nur vor dem Fernseher mitgefiebert werden durfte. Auch in schweren Momenten hatten die Fans immer das richtige Gespür, wann die Borussen die Hilfe der Fans brauchten. Immer wieder trieben sie sie nach vorne an und feierten jede gelungene Abwehraktion wie ein eigenes Tor. Dementsprechend ist auch DER Moment des Spiels sicherlich der Führungstreffer von Plea in der 10. Minute. Die Fans feiern ihre Mannschaft und Gladbach jubelt vor der Bayern-Kurve zum ersten Mal in der neuen Saison. Nach dem Spiel gab es eine Ehrenrunde der Mannschaft, die mit Standing Ovation und tosendem Applaus begleitet wurde. Ob beim nächsten Heimspiel wieder 23.000 Leute da sein dürfen, bleibt abzuwarten. Die Mannschaft hätte es auf jeden Fall verdient.