Borussia Mönchengladbach: Polizei: Demo der Kölner Fans kann nicht verboten werden

Borussia Mönchengladbach: Polizei: Demo der Kölner Fans kann nicht verboten werden

Mönchengladbach (Red). Das rheinische Derby am kommenden Samstag in Mönchengladbach wirft seine Schatten voraus. Nachdem die Kölner Fanszene eine Demonstration in der Rheydter Innenstadt angekündigt hatte, nimmt jetzt die Polizei Stellung.

Hintergrund: Zahlreiche Fragen zur Genehmigung des Protestzuges.

Die Polizei betont, dass besagte Versammlung (Titel: Für den Erhalt der Fankultur") ein Grundrecht sei. Sie müsse weder genehmigt noch erlaubt werden. Sie müsse in NRW lediglich bei der Polizei angemeldet werden. Der Polizei sei bewusst, dass die Öffentlichkeit durch Demo und erforderliche Sicherheitsmaßnahmen am Samstag erheblich beeinträchtigt werde. Man habe aber erreicht, dass der Demonstrationsweg deutlich verkürzt werde. Der Aufzug soll am Hauptbahnhof Rheydt beginnen und über eine Strecke von zirka 750 Metern gehen.

Außerdem kündigt die Polizei an, wie üblich die rivalisierenden Fan-Lager strikt zu trennen. Polizeipräsident Mathis Wiesselmann: "Die Sorgen der Geschäftswelt und der Anwohner in Rheydt kann ich gut verstehen. Das Versammlungsrecht lässt ein Verbot der Demonstration aber nicht zu, alle möglichen Auflagen wurden ausgesprochen. Und die Polizei wird gut präsent und gut aufgestellt sein".

Die Kölner Fans wollen mit der Aktion gegen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen protestieren. Nach dem Platzsturm beim Derby vor fast genau einem Jahr wurde die Anzahl an Gästetickets halbiert, statt 5400 Eintrittskarten für Gästefans gibt es nur noch 2700. Und die sind zudem nur noch personalisiert zu haben. Gleiches galt für das Hinspiel in Köln, das weite Teile der Gladbacher Fanszene deshalb bereits boykottierten.