Nach Pokal-Aus: Gladbach kämpft um Klassenverbleib

Nach Pokal-Aus: Gladbach kämpft um Klassenverbleib

Sinsheim (dpa) - Als die „Seuchen-Hinrunde“ von Borussia Mönchengladbach mit der 0:2-Pokal-Pleite bei 1899 Hoffenheim ein Ende gefunden hatte, widmete sich Trainer Michael Frontzeck umgehend der „Mission impossible“ in der Bundesliga.

„Wir werden jetzt ein paar Tage regenerieren und dann die sehr schwere, aber reizvolle Aufgabe angehen. Wir haben das Potenzial, die Klasse zu halten, und werden das auch tun“, sagte der Coach des Tabellenletzten und kündigte einen verbissenen Überlebenskampf im Fußball-Oberhaus an.

In der kurzen Weihnachtspause wollen sich Trainer und Spieler besinnen und dann „mit frischem Mut dieses große Unterfangen angehen“. Zuvor stand aber noch eine knallharte Vorrunden-Analyse im Borussia-Park an, bei der es vor allem um Personalfragen gehen sollte. „Wir werden viele Gespräche führen und die Entscheidungen, die wir gefällt und besprochen haben, dann auch verkünden. Wir werden dabei mit allen Spielern sprechen, egal ob sie zukünftig bei uns infrage kommen oder nicht“, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Auf Frontzecks Weihnachtswunschzettel steht der junge Norweger Håvard Nordveit ganz oben. Die Verpflichtung des defensiv flexibel einsetzbaren Spielers, der seine Ausbildung beim FC Arsenal genoss, dürfte bis zum Trainingsauftakt am 2. Januar über die Bühne gehen. Zudem will die Borussia einen gestandenen Innenverteidiger holen, um die Schießbude der Liga in der Rückrunde zu verrammeln. Dabei sollen auch die lange verletzten Dante und Roel Brouwers tatkräftig mitwirken.

Eine komplette Blutauffrischung des Kaders wird es allerdings nicht geben. „Es werden nicht sechs oder sieben neue Spieler kommen und keine sechs bis sieben Spieler gehen. Wir werden ein Stück weit den Kader neu besetzen, aber nicht wesentlich. Es geht darum, Qualität dazu zu kriegen“, meinte Frontzeck.

Der von der verkorksten Hinrunde sichtlich mitgenommene Coach glaubt weiter an die Wende, auch wenn das rettende Ufer weit weg ist. „Es war ein anstrengendes halbes Jahr, in dem alles zusammengekommen ist, was einen an negativen Dingen ereilen kann. Aber man sollte das Fell des Bären nicht zu früh verteilen“, sagte Frontzeck und versprach den Fans: „Wir werden diese große Aufgabe meistern.“

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