Nach "Pisser"-Beleidigung: DFB ermittelt gegen Max Eberl

Nach "Pisser"-Beleidigung: DFB ermittelt gegen Max Eberl

Mönchengladbach. Diese verbale Entgleisung hat Konsequenzen. Beim jüngsten Tor-Remis (3:3) zwischen Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim erlaubte sich Fohlen-Manager Max Eberl (44) während eines Disputs mit dem gegnerischen Coach Julian Nagelsmann einen Ausraster, beschimpfte den 30-Jährigen vor laufenden TV-Kameras und -Mikros mit „Du kleiner Pisser!

“ (WZ berichtete).

Im Anschluss gestand Eberl seinen Fehler unumwunden ein, entschuldigte sich bei Nagelsmann, der das „Sorry“ prompt akzeptierte. Nun ermittelt nach der Verbal-Attacke jedoch der DFB-Kontrollausschuss gegen Eberl. Der 44-Jährige wurde zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. Mit einem Strafantrag ist zu rechnen. Welche Sanktionen Eberl drohen, hängt wohl auch davon ab, ob und in welcher Form der Gladbach-Macher von der Hoffenheimer Seite provoziert worden war.

Beim Zoff mit Nagelsmann erwischt - das hat übrigens schon für andere Fußballgrößen aus der Region Konsequenzen gehabt: 2016 war der ehemalige Manager des 1. FC Köln, Jörg Schmadtke (54), vom DFB zu einer 8000-Euro-Geldstrafe verurteilt worden, nachdem er total sauer einen Kaugummi in Richtung Hoffenheim-Bank (Nagelsmann) geworfen hatte. Und Leverkusens Ex-Trainer Roger Schmidt (51) wurde im Oktober 2016 vom DFB für zwei Spiele gesperrt, nachdem er Nagelsmann wütend als „Spinner“ bezeichnete — und dann noch ergänzte: „Halt doch einfach die Schnauze!“

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