Nach Ginters Verletzung - Gladbach sollte über Alternativen nachdenken

Borussia Mönchengladbach: Nach Ginters Verletzung - Gladbach sollte über Alternativen nachdenken

Matthias Ginter wird nach seiner Verletzung aus dem Hannover-Spiel voraussichtlich zum Anfang der Rückrunde zurückkehren. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sollte sich trotzdem Gedanken über Alternativen in der Innenverteidigung machen.

Sportlich läuft es für Borussia Mönchengladbach gerade eigentlich perfekt, doch die schwere Verletzung von Abwehrchef Matthias Ginter dürfte nicht nur einigen Fans Sorgen bereiten.

Auch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl wird sich so seine Gedanken machen. Zwar wird mit einer potentiellen Rückkehr des Nationalspielers zum Start der Rückrunde gerechnet, jedoch ist bei der Verletzungen nicht wirklich klar, wie schnell Ginter wieder trainieren kann und ob der 24-Jährige dann auch wirklich voll belastbar sein wird. Martin Stranzl fiel in Diensten von Borussia Mönchengladbach mit einer ähnlichen Verletzung mal über drei Monate aus.

Es wäre also zumindest fahrlässig, wenn Eberl mit Blick auf die Rückrunde nicht über potentielle Alternativen sinnieren würde. Zumal die Namen Andreas Christensen und auch Reece Oxford immer wieder als Gladbacher Transferinteressen aufkommen.

Max Eberl hat einen guten Draht zum Berater von Andreas Christensen

Christensen ist bei Chelsea zur Zeit mehr als unzufrieden, der Däne hat in dieser Saison noch keine Minute in der Premier League auf dem Platz gestanden. Im Titelrennen scheint Trainer Maurizio Sarri nicht auf den Ex-Gladbacher zu setzen. Problem an der Sache dürfte sein, dass Christensen alles andere als billig ist. Eine Ablöse von mehr als 30 Millionen Euro wird die Borussia kaum bezahlen wollen, der FC Chelsea hatte Christensen jedoch bereits schon einmal erfolgreich an Gladbach ausgeliehen, eine erneute Leihe bis zum Saisonende könnte dem Spieler und dem Verein weiterhelfen. Im Sommer könnte Christensen sich dann neu orientieren.

Ein anderer Pluspunkt ist, dass Max Eberl immer wieder angibt, dass er einen sehr guten Kontakt zum Vater von Andreas Christensen hatte, der gleichzeitig auch Berater seines Sohnes ist. Laut Eberl ist der Vater ein sehr bedachter Berater, der sich einen realistischen Blick auf das Fußballgeschäft bewahrt hat. Spielpraxis scheint ihm für seinen Schützling wichtiger als das ganz große Gehalt zu sein.

Reece Oxford spricht öffentlich davon West Ham verlassen zu wollen

Eine andere Alternative für die Innenverteidigung könnte Reece Oxford sein. Der 19-Jährige hat vor einigen Tagen der Sunday Times erzählt, dass er keine Alternative dazu sehe, West Ham zu verlassen, sollte er nicht bald Spielzeit in der Premier League bekommen. Oxford wurde diese Saison ausschließlich bei der U23 des Vereins eingesetzt. Genauso wie Andreas Christensen war der englische Juniorennationalspieler bereits einmal an den Niederrhein ausgeliehen. Für die Borussia kam er auf acht Einsätze, musste jedoch nach der Leihe noch London zurückkehren, da West Ham ein Kaufangebot von Borussia Mönchengladbach ablehnte.

Alternativen im eigenen Kader

Bis zur Winterpause wird Trainer Dieter Hecking zunächst einmal auf Alternativen im eigenen Kader zurückgreifen müssen. Erste Wahl dürfte da Allrounder Tony Jantschke sein, der die Position auch am Sonntag übernommen hat und die Aufgabe nicht schlecht erledigt hat. Trotzdem ist der Ur-Gladbacher in letzter Zeit bei der Borussia nie mehr als Ersatz gewesen, dass er das Niveau zu mehr hat, konnte er Hecking nicht wirklich beweisen. Sonst könnte möglicherweise auch Tobias Strobl in die Innenverteidigung rücken, allerdings konnte Strobl in dieser Saison Christoph Kramer und Denis Zakaria aus dem defensiven Mittelfeld verdrängen. Trainer Dieter Hecking setzt auf dieser Position meistens voll auf den 28-Jährigen.

(fred)
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