Kicker sorgen in der Halle für unrühmliche Momente

Kicker sorgen in der Halle für unrühmliche Momente

Der letzte Vorrundentag der Stadtmeisterschaft verlief zerfahren. SV Lürrip und Polizei SV kommen weiter.

Mönchengladbach. Keine gute Werbung für den Hallenfußball war die Zwischenrunde um die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball am späten Donnerstagabend. Zwar war die Stimmung auf den Rängen in der ausverkauften Jahnhalle gut. Doch auf dem Parkett schlugen die Aktiven zu oft über die Stränge. Falscher Ehrgeiz, Unbeholfenheit und Unparteiische ohne klare Linie waren keine gute Mischung. Statt Budenzauber gab es zahlreiche Fouls, ständiges Lamentieren und viele erhitzte Gemüter.

Der in der Liga noch sieglose Landesligist SV Lürrip tat etwas für die geschundene Seele. Das Team von Markus Brock blieb in allen fünf Partien ungeschlagen und zeigte Moral. Gegen den SC Hardt bog Lürrip im vorletzten Spiel einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg um. Hinter dem SVL sicherte sich der Polizei SV nicht ganz unerwartet das achte und letzte Endrundenticket. Der PSV profitierte von der lautstarken Unterstützung des wie gewohnt zahlreich erschienenen, eigenen Anhangs. Allerdings sorgte der Kreisligist auch für Negativschlagzeilen. Bei der 1:2-Pleite gegen Lürrip brannten Polizei-Kicker Ricardo Goman die Sicherungen durch. Für eine Tätlichkeit gegen Lürrips Torwarttrainer erhielt der Angreifer die Rote Karte. Anschließend muss es in den Katakomben zu einem weiteren Zwischenfall gekommen sein. Jedenfalls wurde neben Goman auch der verletzte Teamkollege Christian Saarsoo in den Spielbericht eingetragen. Beiden Akteuren drohen nun Sperren.

In der Endrunde am Samstag ist der Polizei SV in der Gruppe mit dem Titelverteidiger 1. FC Mönchengladbach, dem SC Rheindahlen und dem TuS Wickrath allenfalls Außenseiter. Lürrip dürfte sich in der Gruppe mit Topfavorit Odenkirchen, VfL Giesenkirchen und Blau-Weiss Meer etwas größere Hoffnung auf den Halbfinaleinzug machen.

Gemessen an den bisherigen Eindrücken kann sich Odenkirchen am Samstag nur selbst schlagen. Zumal Trainer Peter Schleuter im Vergleich zur Vorrunde neben Ferdi Berberoglu und Jamil Chamekh wohl auch auf Thorben Schmitt zählen kann. Harmonieren diese starken Individualisten miteinander, wird es schwer, die Spielvereinigung zu schlagen.

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