Hockey: RSV-Feier durch die Nacht

Hockey: RSV-Feier durch die Nacht

Hauptsache Bundesliga: Die Begeisterung ist grenzenlos, und Trainer André Schiefer trägt jetzt Glatze.

Rheydt. Den Aufstieg in die erste Feldhockey-Bundesliga musste Rheydts Trainer André Schiefer teuer bezahlen. Nach dem souveränen 4:2-Heimsieg gegen den RHTC Leverkusen, mit dem die RSV-Herren den anvisierten Sprung in die höchste deutsche Klasse bereits einen Spieltag vor Schluss realisierten, ging es dem Übungsleiter an das Haupt.

Doch die ihm rasierte Glatze nahm Schiefer gerne in Kauf. Denn sein Team leistete in dieser Saison Großartiges. Nachdem im Winter schon der Aufstieg in die erste Hallen-Bundesliga gelang, stellte der RSV nun auch auf dem Feld einsame Klasse dar. Ungeschlagen spazierte die Schiefer-Truppe durch die zweite Liga, ließ zum Abschluss am Sonntag auch dem Tabellendritten Blau-Weiß Köln beim 6:3-Erfolg /Tore: Gräber 2, Enaba 2, Steffen, Sonntag) keine Chance und sammelte somit 47 von 54 maximal erreichbaren Punkten.

"Es ist toll, was die Mannschaft in diesem Jahr erreicht hat. Schließlich war die Konkurrenz ja auch nicht so schlecht", sagte ein überglücklicher André Schiefer. Dass sein Team sich auch gestern im bedeutungslosen Spiel gegen den Erzrivalen Blau-Weiß Köln noch einmal zu einer guten Leistung aufraffen konnte, überraschte. Schließlich dauerten die Feierlichkeiten am Samstag bis in die frühen Morgenstunden an.

Sogar eine Kutschfahrt wurde am Samstag organisiert, vor der sich Abwehrspieler Thomas Krauß noch schnell seine zuvor erlittene Platzwunde nähen ließ. Natürlich wollte niemand der Rheydter Helden die große Aufstiegsparty verpassen.

Mit den Vorbereitungen auf das Fest konnte schon zur Halbzeit der Partie gegen Leverkusen begonnen werden. Uli Klaus, Philipp Steffen, Belal Enaba und Matthias Gräber hatten zu diesem Zeitpunkt gegen die abstiegsbedrohten Gäste bereits eine 4:1-Führung herausgeschossen. Der defensiv eingestellte RTHC kam zwar noch einmal auf 2:4 heran, brachte die "Spitzen Rheydter" aber zu keiner Zeit mehr in Gefahr.

In die begab sich nach Spielschluss höchstens Trainer André Schiefer. Doch die Rasur-Attacke ließ der Erfolgscoach gerne über sich ergehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung