Hecking will gegen Hertha flexibel bleiben

Borussia M’Gladbach : Hecking will gegen Hertha flexibel bleiben

Auf die Fohlenelf kommt am Samstag ein Duell auf Augenhöhe zu. Trainer Hecking will sich deswegen vorher nicht zu sehr in die Karten schauen lassen.

Dieter Hecking ist in der Bundesliga ein Alter Hase und so weiß er auch, was er so bei einer Pressekonferenz vor einem Spiel zu sagen hat. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen, wir wollen flexibel sein und unser eigenes Spiel aufziehen, das sind die Standardsätze.

Gegen Hertha BSC kommen diesen Sätzen jedoch mehr Bedeutung zu, als vielleicht gegen die meisten anderen Gegner. Die Berliner sind unter Trainer Pal Dardai in den letzten Jahren zu einem taktisch hochklassigen Team geworden. Die Berliner kommen mittlerweile mit jeden Gegner klar und Dardai weiß wie er sein Team auf die stärken des jeweiligen Gegners einzustellen hat. Der Unterschied zu den letzten Saisons, in diesem Jahr scheinen die Berliner dabei auch noch erfolgreichen Fußball zu spielen. In den ersten drei Spielen gab es zwei Siege und ein Unentschieden.

Die Hertha hat also genauso viele Punkte wie die Fohlenelf, außerdem haben beide Teams auch noch genau das gleiche Torverhältnis. Die Fans erwartet also ein absolutes Duell auf Augenhöhe.

Im Bewusstsein der Aufgabe, die auf seine Mannschaft in Berlin zukommen wird, ist deswegen auch nicht davon auszugehen, dass Hecking von seinem bisherigen Erfolgsrezept abweicht. Die Gladbacher haben im neuen 4-3-3-System bisher 3 starke Spiele gemacht. Dass der Trainer ein 4-4-2 ebenfalls in Betracht zieht, könnte mit der Rückkehr des Kapitäns Lars Stindl zusammen hängen, erscheint jedoch kaum realistisch.

Noch weniger Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz dürfte sich Christoph Kramer machen, denn dessen direkter Konkurrent Tobias Strobl wurde von Hecking auf der Pressekonferenz explizit hervorgehoben. Strobl hat bisher jedes Spiel in der Bundesliga über 90 Minuten bestritten. Sein Trainer ist voll des Lobens für ihn.

Mit einem Sieg gegen den Hauptstadt-Club könnte sich die Borussia in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren.

(fred)
Mehr von Westdeutsche Zeitung