Handball: TVK empfängt Tusem Essen

Handball: TVK empfängt Tusem Essen

Gegen den Erstliga-Absteiger hofft Korschenbroich auf die Unterstützung seiner Fans.

Korschenbroich. "Wir werden jede Hilfe nötig haben", prophezeit Thomas Bauer für den Auftakt in der 2.Handball-Bundesliga und hofft auf den lautstarken Rückhalt durch die Korschenbroicher Fans.

Am Samstag empfängt der Aufsteiger TV Korschenbroich um 19.30 Uhr Tusem Essen, den Zwangs-Absteiger aus der 1. Liga. "Wenn wir so eine tolle Stimmung haben wie beim Test gegen Flensburg, das würde uns helfen", so der Torhüter des TV Korschenbroich weiter.

Eine enge Partie erwartet auch Abwehrchef und Co-Trainer Jörn Ilper: "Kleinigkeiten können den entscheidenden Unterschied ausmachen - hoffentlich zu unseren Gunsten."

Zwar dürfte dem Zweitliga-Aufsteiger Mut machen, dass das Team gegen den ehemaligen Bundesligisten in der Vorbereitung gewann (15:13), doch daraus will Trainer Khalid Khan keine Rückschlüsse für den Ausgang des kommenden Pflichtspiels ziehen: Dass wir in der Vorbereitung einmal gegen die Essener gewonnen haben, spielt keinerlei Rolle. Das ist ein Spiel auf Augenhöhe."

Angesichts der finanziellen Situation des dreifachen Deutschen Meisters liegt der TVK-Coach mit dieser Einschätzung wohl richtig. Auf die finanziellen Schwierigkeiten der Tusem folgte in der vergangenen Saison der Zwangsabstieg und eine radikale Verjüngungskur des Kaders. "Eine Prognose ist schwierig”, gibt daher auch Tusem-Trainer Kristof Szargiej zu, "Wir haben viele junge Leute im Kader, denen noch die nötige Erfahrung fehlt.”

Dass Tusem Essen trotz finanzieller Probleme in der vergangenen Saison versucht hatte, Junioren-Nationalspieler Marcel Görden aus Korschenbroich ins Ruhrgebiet zu locken, dürfte den Siegeswillen der TVK-Spieler weiter befeuern. Das Gebaren des damaligen Erstligisten stieß vor allem Trainer Khan sauer auf.

Heiß ist dessen Team jedenfalls: "Wir brennen auf die Saison", sagt Kapitän und Torjäger David Breuer. Jörn Ilper kalkuliert in seiner 17. Profi-Saison dagegen kühl: "Als Aufsteiger musst du erst einmal zu Hause deine Punkte holen. Und, wenn man einen Blick auf unser Programm mit drei fast unlösbaren Auswärtsaufgaben zu Beginn wirft, dann gilt das umso mehr."

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