Gladbach schlägt die Bayern: Die Noten zum Spiel

Einzelkritik : Gladbach schlägt die Bayern: Die Noten zum Spiel

Zu Beginn hatte Bensebaini große Probleme mit Gegenspieler Coman. Die bekam er nach rund 55-minütigem Anlauf in den Griff. Und wie: Zunächst traf der Algerier per Kopfball zum 1:1-Ausgleich. Es folgte eine Elfer-Aktion.

Yann Sommer: Hält in der ersten Halbzeit die Null fest, pariert einen Müller-Schuss überragend, zeigt einen irren Reflex, als er einen Schuss von Kimmich zunächst durchflutschen lässt, sich dann jedoch katzenartig um die eigene Achse dreht und den Ball noch auf der Linie, in der allerletzten Umdrehung, von der Linie kratzt. Sieht beim Tor von Perisic etwas unglücklich aus, was aber auch an der Flatter-Fluglinie des Balles lag, Note: 2-

Stefan Lainer: Der Ösi-Terrier ist da, zeigt sich, hat zu Beginn einige Probleme im Eins-gegen-Eins, kommt dann aber auf Touren und ist einer der Spieler, die nach dem 0:1 die breite Brust auspacken, den Bayern wehtun und dagegenhalten. Selbst eine blutende Nase steckt der Dauer-Kämpfer ganz schnell weg. Note: 2-

Matthias Ginter: Comeback nach Muskelproblemen, ist von Beginn an mehr als gefordert, ohne Aussetzer, zum Schluss sehr präsent in mehreren engen Szenen. Note: 3

Nico Elvedi: Der Schweizer macht eine insgesamt ordentliche Partie, sein Aufbauspiel ist zu loben. Note: 3+

Ramy Bensebaini: Erst einmal einer der wirklich schwächeren Akteure, weil Coman mit ihm wiederholt Katz und Maus spielt, allerdings im zweiten Durchgang avanciert der Algerier zum Matchwinner. Er bekommt seine Probleme in der Defensivarbeit in den Griff, dann köpft er zum 1:1 ein, um in der Nachspielzeit Nerven aus Stahl zu demonstrieren, als er einen Strafstoß sicher gegen Manuel Neuer verwandelt. Note: 1-

Denis Zakaria: Ist rund 60 Minuten damit beschäftig, die zahlreichen Fehler und Ballverluste seiner Mittelfeld-Kollegen auszubügeln, nach dem 0:1 trägt er mit seiner Wucht dazu bei, dass das Pendel noch in die andere Richtung kippt. Note: 3-

Laszlo Benes: Holt sich früh die gelbe Karte ab, wirkt mehrfach überfordert, hat nur wenige zielstrebige Aktionen, wirkt in manchen Situationen einfach noch zu zaghaft und zu brav. Note: 5 Ab 58. Spielminute Breel Embolo: Mit dem Schweizer Stürmer kommt die Portion Wucht ins Spiel, die den Gladbachern lange Zeit gefehlt hat. Prompt dreht sich die komplette Partie. Diese Einwechslung ist nach hinten heraus spielentscheidend. Note: 2-

Jonas Hofmann: In der ersten Halbzeit kaum zu sehen, in der Schlussphase, als alle aufdrehen, läuft es bei ihm etwas besser. Note: 4-

Alassane Plea: Gibt in der ersten Halbzeit den einzigen richtigen Schuss auf das Tor von Manuel Neuer ab, hat mehrfach nicht das Quäntchen Glück im Zweikampf auf seiner Seite, muss vorzeitig verletzt raus. Note: 4 Ab 64. Spielminute Patrick Herrmann: Auch hier gilt: Mit der Einwechslung des Ur-Borussen samt dessen Dynamik und Zug zum Tor bekommt das Gladbacher Spiel einen ganz wichtigen Impuls. Note: 3+

Lars Stindl: In Durchgang eins kommt vom Kapitän, man muss es so klar formulieren, ganz wenig. Nach dem Seitenwechsel mit mehr Schmackes, teilt auch mal, sein Schuss mit der Innenseite aus spitzem Winkel saust am langen Pfosten vorbei. Note: 4 Ab 85. Spielminute Raffael: Der Brasilianer hilft in der Schlussphase mit, die Partie noch zu Gunsten der Fohlen zu drehen. Note: Ohne Wertung

Marcus Thuram: Der Franzose hat auch einige Höhen und Tiefen in dieser Partie, mal gefährlich, mal verstolpert er die Kugel, ist allerdings in der Nachspielzeit hellwach und holt gegen Martinez den Elfmeter heraus, der letztendlich zum Siegtreffer durch Bensebaini führt. Note: 3-