Gladbach-Fan soll Frauen belästigt haben - Polizei sucht Zeugin

Gladbach-Fan soll Frauen belästigt haben - Polizei sucht Zeugin

Nach dem Auswärtsspiel der Borussia in Hannover soll ein 23-jähriger Fan zwei Frauen sexuell belästigt haben.

Mönchengladbach. Auf der Fahrt des RE 6 von Bielefeld nach Dortmund soll es am Samstag, den 24. Februar, im Zug zu einem sexuellen Vorfall gekommen sein. Ein 22-Jährigen Gladbach-Fan wird von der Bundespolizei beschuldigt, eine 23-Jährige aus Dortmund belästigt zu haben. Im Zuge der Ermittlungen suchen die Beamten nun eine bislang unbekannte Frau, die ebenfalls Opfer des Mannes wurde.

Nach Angaben der Polizei befanden sich zum Tatzeitpunkt viele Fußballfans in dem Zug, die die normalen Reisenden durch obszöne Gesänge und Pöbeleien erheblich belästigten. Unter ihnen war auch der 22-jährige Tatverdächtige aus Mönchengladbach, der zwischen den Bahnhöfen Oelde und Hamm immer wieder versuchte, Blickkontakt mit der 23-jährigen Geschädigten und der bislang unbekannten Reisenden aufzubauen. Dieses wurde jedoch von beiden Frauen ignoriert.

Daraufhin äußerte sich der Tatverdächtige in obszöner Weise gegenüber den beiden verängstigten Frauen, holte sein Geschlechtsteil heraus und zeigte es demonstrativ in Richtung der Frauen. Umstehende Fans sollen daraufhin angefangen haben zu grölen und laustark zu applaudieren.

Aus Angst zeigten beide Frauen keine Reaktion. Beim planmäßigen Halt im Hauptbahnhof Dortmund verließen die beiden Frauen mit anderen Reisenden, die sich zwischenzeitlich mit den Frauen solidarisierten, den Zug. Während die 23-Jährige den Vorfall bei der Bundespolizei anzeigte, verlor sie die bislang unbekannte Reisende aus den Augen.

Die bisherigen Ermittlungen zu der wichtigen Zeugin ergaben folgende Hinweise: Es handelt sich hierbei um eine ca. 20-jährige Frau mit langen, blonden Haaren. Sie trug einen Rucksack und führte eine größere Einkaufstasche mit sich. Ihr Reiseziel soll Duisburg gewesen sein.

Die in diesem Fall ermittelnde Bundespolizeiinspektion in Münster führt ein entsprechendes Ermittlungsverfahren und bittet Zeugen, insbesondere die bislang unbekannte Frau, sich unter der kostenfreien Servicenummer: 0800 6 888 000 zu melden. red