1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Für Marco Rose und Borussia Mönchengladbach folgen Tage der Unruhe

DFB-Pokal gegen Dortmund : Für Marco Rose und Gladbach folgen Tage der Unruhe

Das Pokal-Los setzt Borussia Mönchengladbachs Trainer gehörig unter Druck. In den vier Wochen bis zum Spiel gegen Dortmund wird die Zukunft von Marco Rose jetzt noch stärker diskutiert werden.

Als am frühen Sonntag Abend das Viertelfinale im DFB-Pokal ausgelost wurde und gleich als erste Paarung das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund ergab, da dürften Max Eberl und Marco Rose zusammengezuckt sein. Nicht nur, weil es für die „Fohlen“ sicher machbarere Aufgaben gegeben hätte, um das seit 26 Jahren herbeigesehnte „Blech“ in die Vereinsvitrine zu bekommen. Sondern weil die vier Wochen bis zum Spieltermin Anfang März nun erst recht die Diskussionen um die Trainer-Zukunft Marco Roses in medialer Dauerschleife begleiten wird.

Bleibt er? Geht er? Rose wirkt auf die permanenten Nachfragen der Fernsehmoderatoren genervt und kann sich noch glücklich schätzen, dass in Corona-Zeiten Print-Journalisten keinen unmittelbaren Kontakt herstellen können. Der 44-Jährige verweist auf seinen bis 2022 laufenden Vertrag und darauf, dass Sportdirektor Eberl Bescheid wisse.

Nur über was weiß Eberl Bescheid? Über die Ausstiegsklausel, die offenbar bis Ende Mai gezogen sein muss? Ein Fakt, der zwischen Vertragspartnern offenkundig sein sollte. Also darüber, dass Rose in Dortmund bereits zugesagt hat?

Dies scheinen Eberls Äußerungen im „Aktuellen Sport-Studio“ des ZDF vom Samstag zu widerlegen. Dort bezifferte er die Chance für einen Verbleib Roses auf 98 Prozent. Ist dem so, liegt der Ball nun bei Rose. Für eine Entscheidung pro Gladbach wäre der Zeitpunkt ideal – schließlich muss er sich ob seiner just im brisanten Derby gegen Köln (1:2) getätigten und nach hinten los gegangenen Großrotation erstmals Kritik von den Fans gefallen lassen. Vor allem aber würde es vor den wichtigen Spielen in Wolfsburg, gegen Manchester City und Dortmund Ruhe bedeuten.

„Es gibt keine Entscheidung“, sagt Eberl. Wohlwissend, dass sie im negativen Fall auch gar nicht kommuniziert werden dürfte. Dann nämlich droht Rose in Gladbach zur „Lame Duck“ zu werden. Ein Bekenntnis zum BVB just vor dem Pokal-Viertelfinale würde alles belasten. Aktuell haben beide Vereine die gleiche Punktzahl. Christoph Kramer hatte in Bezug auf Spielertransfers unlängst gesagt: „Für den nächsten Schritt muss man nicht mehr zwingend von Gladbach zum BVB gehen.“ Ob Rose auch so denkt?