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1. Bundesligaspieltag gegen Dortmund: Ein katastrophaler Start für die Fohlen

1. Bundesligaspieltag gegen Dortmund : Ein katastrophaler Start für die Fohlen

Dortmund. Borussia Mönchengladbach hat einen katastrophalen Start in die Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Fohlen kamen am 1. Spieltag bei der Namenscousine aus Dortmund mit 0:4 (0:3) unter die Räder.

Für die die Elf vom Niederrhein, immerhin Teilnehmer an der Champions League, ein herber Nackenschlag. Der BVB hingegen bescherte seinem neuen Trainer Thomas Tuchel einen perfekten Liga-Einstand.

Der Moment des Spiels: Ein Jubelorkan fegt durch die ausverkaufte BVB-Arena, als Schiedsrichter Tobias Stieler das Borussen-Duell beendet. Dortmund feiert seine Stars, während erschreckend schwache Fohlen in die Kabine flüchten. Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel genießt kurz die tolle Atmosphäre. „Ich hatte Gänsehaut“, sagt er später. Die schwarz-gelbe Fußball-Oper Westfalenstadion bebt schon gleich am ersten Spieltag.

Der Spieler des Spiels: In der vergangenen Saison zählte er noch zu den unglücklichsten BVB-Stars: Henrikh Mkhitaryan. Doch nun hat das Dortmunder Offensiv-Ass einen bemerkenswerten Einstieg in die neue Spielzeit gefunden, zählte nicht nur wegen seines Doppelpacks gegen Gladbach zu den besten Spielern auf dem Platz. Note eins für den Armenier.

Der Aufreger des Spiels: Davon gab es gleich zwei: Zunächst in Halbzeit eins. Dortmunds Fans feiern bereits das vermeintliche 1:0 durch Mkhitaryan, doch Schiri Tobias Stieler erkennt den Treffer nicht an. Abseits, so die Entscheidung. Ein Fehler, wie die Fernsehkameras beweisen. Beim 4:0 liegt der Unparteiische erneut falsch. Der Treffer für Dortmund hätte nicht anerkannt werden dürfen, da Reus vor seinem Zuspiel zu Mkhitaryan im Abseits gestanden hatte.

Chronik des Spiels: Zwei Halbzeiten, ein Spielverlauf. Bärenstarke Dortmunder spielen mit völlig harmlosen Fohlen Katz und Maus. Gladbach ist dem BVB in allen Belangen unterlegen. Offensiv wie defensiv lässt der VfL so ziemlich alles vermissen, was sie in den vergangenen Monaten und Jahren so stark gemacht hat. Das Favre-Kollektiv versagt auf der ganzen Linie und muss am Ende noch froh sein, nur vier Stück von entfesselt aufspielenden Dortmundern bekommen zu haben. Der BVB hat nahezu Chancen im Minutentakt, legt entsprechend vor. 1:0 Reus, 2:0 Aubameyang, 3:0 Mkhitaryan — schon nach 33 Minuten ist der Borussen-Gipfel entschieden. Im zweiten Durchgang legt Mkhitaryan auf 4:0 nach. Und Gladbach? Ein harmloser Torschuss. Eine in allen Belangen indiskutable Leistung.

Stimmen zum Spiel:

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): Der Sieg der Dortmunder ist hochverdient gewesen. Eigentlich haben wir nicht schlecht angefangen, sodass wir uns auch zwei gute Kontersituationen erspielen konnten. Aber dann haben wir viel zu einfache Tore kassiert und es nicht geschafft, das Spiel zu kontrollieren. Wenn man dann so schnell 0:3 hinten liegt, wird es enorm schwer. Dortmund war deutlich besser als wir und hat mit viel Tempo gespielt und sich gut bewegt. Wir haben gesehen, dass wir noch viel tun müssen, um unsere Stabilität zurückzubekommen.

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): Dass wir so deutlich gegen den Rückrunden-Meister der vergangenen Saison gewinnen, ist nicht zu erwarten gewesen. Wir wussten genau, wie schwer es ist, gegen Gladbach Tore zu schießen. Sie stehen normalerweise in der Defensive sehr gut und sind brandgefährlich bei Kontern. Aber wir haben uns sehr wach und aufmerksam präsentiert und insgesamt eine tolle Leistung gezeigt. Das war ein toller Start für uns.