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Dortmund eine Nummer zu groß für Borussia

Dortmund eine Nummer zu groß für Borussia

Dortmund. Die Gladbacher Borussia bleibt das Tabellen-Schlusslicht der Fußball-Bundesliga und muss nun alle Kräfte bündeln, um den dritten Abstieg der Vereinsgeschichte noch verhindern zu können.

Der VfL kassierte am Samstagabend bei Tabellenführer Borussia Dortmund eine 1:4 (1:1)-Niederlag und ist nach dem 14. Spieltag mit 40 Gegentoren weiterhin die "Schießbude der Liga".

Dortmunds Stürmer Lucas Barrios lieferte eine bärenstarke Vorstellung ab, sorgte immer wieder für Unruhe im Gladbacher Strafraum. So hatten die BVB-Fans in der 19. Minute den Torschrei bereits auf den Lippen - doch da parierte VfL-Keeper Christofer Heimeroth mit einem tollen Reflex gegen Barrios. In Durchgang zwei drehte Barrios noch mehr auf, leitete zunächst mit einem feinen Hackentrick die Vorentscheidung zum 3:1 durch Großkreutz ein, ehe der 26-Jährige zwei Minuten vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 4:1 seine Leistung krönte.

Aus Gladbacher Sicht war das die 33. Spielminute: Marco Reus schnappte sich nach den Stationen Herrmann und de Camargo den Ball und setzte zu einem fulminanten Sololauf an, düpierte zwei, drei Dortmunder und hämmerte die Kugel unhaltbar zum 0:1 in die Maschen. Für Reus ein ganz besonderes Tor, schließlich ist der junge Offensivspieler in Dortmund aufgewachsen, spielte in der Jugend sogar für den BVB. Später gab es für Reus dann auch ein Sonderlob vom Dortmunder Trainer Jürgen Klopp.

Der ereignete sich wenige Sekunden nach dem Abpfiff. Gladbachs Stürmer Raul Bobadilla stapfte stinksauer wie ein Stier Richtung Kabine, wollte sich von nichts und niemandem aufhalten lassen - auch nicht vom Kontrolleur für die Doping-Probe. Es gab ein heftiges Wortgefecht, ein kleines Gerangel, ehe Bobadilla dann doch fluchend und mit hochrotem Kopf sich zur Doping-Probe führen ließ.

In Durchgang eins machte die Elf vom Niederrhein den Hausherren das Leben schwer und ließ nur wenige Großchancen zu. Dennoch hätte der BVB in Führung gehen müssen, doch VfL-Keeper Christofer Heimeroth parierte zweimal überragend. Auf der anderen Seite schlugen die Gladbacher dann durch eine feine Einzelleistung von Marco Reus eiskalt zum 0:1 zu. Doch kurz vor dem Pausenpfiff kassierte der VfL nach einer Standardsituation noch den Ausgleich. Nach dem Wechsel legte Dortmund eine Schippe drauf und überrumpelte die Gladbacher Hintermannschaft mit feinen Pässen in die Tiefe. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdientes 4:1 für den BVB, der ein Sieg von der Herbstmeisterschaft entfernt ist.