Dante umworben, doch Sportdirektor Eberl bleibt cool

Dante umworben, doch Sportdirektor Eberl bleibt cool

Auch bei einem 15-Millionen-Angebot für den Brasilianer würden die Gladbacher nicht weich.

Mönchengladbach. Kurz nach dem Schlusspfiff in der Arena auf Schalke waren die Borussen nicht nur wegen der verdienten 1:3-Pleite gegen den "Kumpel- und Malocherklub" angefressen. Auch Deniz Aytekin vom TSV Altenberg hatte in seinem 21. Bundesliga-Spiel als Schiedsrichter den VfL-Bossen die Laune verdorben.

So schimpfte nicht nur Vizepräsident Rainer Bonhof wie ein Rohrspatz, auch Sportdirektor Max Eberl konnte nicht nachvollziehen, warum Aytekin die beiden Schubser von S04-Stürmer Kevin Kuranyi vor dem 2:1 nicht geahndet hatte.

"Ärgerlich, wenn der Schiedsrichter innerhalb weniger Sekunden zwei Entscheidungen trifft, die ein bis dahin hochklassiges Spiel gegen uns lenken", sagte Eberl. "Wir hatten Schalke am Rande der Unruhe. Ich hätte gerne gesehen, wie sich das Spiel mit einem 1:1 in der zweiten Halbzeit entwickelt hätte. Was soll’s? Dann müssen wir eben versuchen, am Samstag die Bayern zu ärgern."

Deutlich Stellung bezog Eberl zu den Gerüchten, mehrere Top-Klubs wie der HSV hätten ihre Fühler nach Abwehrchef Dante ausgestreckt. "Diese Dinge interessieren mich überhaupt nicht. Wenn ich die Äußerungen von Dante aus den vergangenen Wochen nehme : er sagt, er möchte bei Borussia was auf den Weg bringen und fühle sich wohl - da gibt es von unserer Seite überhaupt keinen Redebedarf, da braucht gar kein Verein anzurufen."

Auch dann nicht, wenn ein Verein 15 Millionen Euro biete, wollte die WZ von Eberl wissen. Eberl: "Wir sind in der Situation, dass wir keinen verkaufen müssen. Das sollen ruhig alle wissen."

Ein kleines Lob gab es von Eberl dann auch noch für den Argentinier Raul Bobadilla, der mit seinem tollen Treffer zum 1:1 die richtige Antwort auf die Schlagzeilen nach seiner Alkoholfahrt gegeben hatte. "Er hat bei seinem Tor gut reagiert", sagte Eberl zunächst mit einem Augenzwinkern und fügte dann hinzu: "Die Geschichte ist für uns vom Tisch. Für Raul war das Tor natürlich eine schöne Sache. Er hat sich selbst für seine harte Arbeit belohnt."