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Borussia Mönchengladbach: Was für Favre spricht - und was gegen ihn

Pro und Contra : Was für Favre als Gladbach-Trainer spricht - und was gegen ihn

Die Verpflichtung von Lucien Favre bei Borussia Mönchengladbach soll kurz bevorstehen. Viele Gründe sprechen für den Schweizer, manche aber auch gegen ihn. Ein Pro und Contra.

In den kommenden Tagen soll im Borussia-Park ein alter Bekannter als neuer Trainer vorgestellt werden. Bereits von 2011 bis 2015 war der Schweizer Fußballästhet Lucien Favre Übungsleiter bei den Fohlen. Bei den Anhängern der Borussen würden viele die Wiederkehr des Saint-Barthelemyers begrüßen, manch einer jedoch steht der potenziellen Verpflichtung skeptisch gegenüber. Was für Favre spricht - und was gegen ihn.

1. Pro Favre als Gladbach-Trainer: Die erfolgreiche Zeit

Für ein Engagement Favres spricht mit Sicherheit seine überwiegend erfolgreiche Zeit bei der Borussia. Schließlich verhinderte der Schweizer 2011 spektakulär den Abstieg in die 2. Bundesliga. Die Gladbacher lagen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, als der ehemalige Mittelfeldspieler das Amt übernahm. Ihm gelang es, die Elf vom Niederrhein noch auf den 16. Platz in die Relegation zu retten. Dort setzten sich die Borussen in zwei Spielen gegen den VfL Bochum durch und hielten die Klasse. Im Folgejahr gelang ihm mit annähernd demselben Kader die Qualifikation zu den Champions League Play-Offs. Auch in den darauffolgenden Spielzeiten schaffte es Favre, mit seinem Team in den europäischen Pokalwettbewerben vertreten zu sein.

2. Pro Favre: Der 65-Jährige kennt Gladbacher Strukturen

Abgesehen von seiner erfolgreichen Zeit spricht sicherlich auch für eine Verpflichtung des mittlerweile 65-Jährigen, dass er mit den Vereinsstrukturen bereits vertraut ist. Neu wird für ihn gewiss die Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor Roland Virkus sein. In seinem vierjährigen Engagement hatte er noch unter dem Ur-Borussen Max Eberl an der Seitenlinie gestanden. Ebenfalls muss er sich wie die meisten Trainer erst mit dem Kader vertraut machen, der sich seit 2015 grundlegend verändert hat.

3. Pro Favre: Seit Dortmund kein Trainerposten mehr

Für Favre könnte außerdem noch sprechen, dass er seit seiner Entlassung bei Borussia Dortmund Ende 2020 keinen Trainerposten mehr besetzt hat und somit voller Elan und ausgeruht an die alte Wirkungsstätte zurückkehren könnte.

4. Contra Favre: Der unrühmliche Abschied von Gladbach

Manchen Fans der Borussia ist jedoch noch der unrühmliche Abschied im Jahr 2015 im Kopf geblieben, als die Vereinsführung ihm trotz mehrerer Niederlagen in Folge die Stange hielt und er dennoch seinen Vertrag vorzeitig beendete. Das Sportmagazin „ran.de“ attestiert dem Schweizer gar einen „schwierigen Charakter“, zieht aber auch eine parallele zu Pep Guardiola. Der Trainer von Manchester City, welcher in diesem Jahr erneut den Titel der englischen Premier League gewinnen konnte, gilt als taktikbesessen und perfektionistisch.

Das Fazit

So oder so - sicherlich bleibt es interessant zu beobachten, wie sich Lucien Favre bei seinem möglichen zweiten Engagement bei der Borussia schlagen wird. Die Argumente sprechen überwiegend für ihn, sodass einzig seine Attitude eventuell ein Problem darstellen könnte.