Borussia Mönchengladbach verliert durch Doppelpack von Timo Werner

Borussia M’Gladbach: Borussia Mönchengladbach verliert durch Doppelpack von Timo Werner

Der Höhenflug von Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga ist gestoppt. Die Elf vom Niederrhein unterlag am 13. Spieltag im Topduell bei RB Leipzig mit 0:2 (0:2), was zur Folge hat, dass Tabellenführer Dortmund nun sieben Zähler Vorsprung auf Tabellenplatz zwei vorweisen kann.

Für den verdienten Leipziger Heimerfolg zeichnete sich vor allem Nationalstürmer Timo Werner verantwortlich, der mit seinem Doppelpack im ersten Durchgang für die frühe Vorentscheidung sorgte.

Die Statistik des Spiels: In Leipzig haben die Fohlen zum wiederholten Male in dieser Saison den Spielbeginn verschlafen. Bereits nach zwei Minuten und fünf Sekunden zappelte der Ball im Gladbacher Tor. Bereits das fünfte Gegentor für den VfL in den ersten 15 Spiel-Minuten. Liga-Höchstwert.

Der Spieler des Spiels: Von seinem Trainer Ralf Rangnick gab es nicht nur wegen seiner beiden Tore Lob. „Der Timo hat auch sehr gut gegen den Ball gearbeitet.“ Nationalstürmer Timo Werner war nach dem Leipziger Triumph gegen Gladbach in aller Munde. Zwei Borussen-Fehler nutzte der Angreifer eiskalt aus und machte so im Spitzenspiel den Unterschied aus. Nach seiner Tor-Gala sagte Werner: „Es hat riesengroßen Spaß auf dem Platz gemacht, nicht nur uns, sondern wohl auch Gladbach. Meiner Meinung nach haben wird eines der besten Bundesligaspiele dieser Saison gesehen. Da war Fahrt drin, da waren Torchancen drin, beide Halbzeiten waren sehr unterhaltsam. Wir haben einen wichtigen Sieg gegen eine sehr starke Mannschaft landen können.“

Der Pechvogel des Spiels: Es sollte nicht sein. Borussias Kapitän Lars Stindl hatte kein Glück bei seinen Abschluss-Situationen. Zwei Mal parierte Leipzigs Schlussmann Gulasci stark gegen den 30-Jährigen. In Durchgang zwei schien Gulasci nach einem abgefälschten Schuss von Stindl bereits überwunden, doch das Spielgerät klatschte noch ans Aluminium. So blieb Borussia erstmals in dieser Saison in einem Liga-Duell ohne eigenen Treffer.

Die Chronik des Spiels:

Leipzig dominierte von Beginn an, legte ein fulminantes Auftakt-Powerplay hin. Und ging auch bereits in der dritten Minute in Führung, was den Hausherren zusätzlich in die Karten spielte. Werner war freikombiniert worden, blitzschneller Abschluss, Keeper Sommer ohne Chance, 1:0 Leipzig.

Im Anschluss kam Borussia. Stindl wurde freikombiniert, stand frei vor Keeper Gulasci, doch der Kapitän scheiterte mit seinem Schuss. Nächste Großchance. Flanke Wendt, Stindl köpfte, Gulacsi parierte stark. Gladbach ließ den Ausgleich liegen, und machte in der Nachspielzeit von Durchgang eins den spielentscheidenden Fehler. Fehlpass im Mittelfeld, Konter, Poulsen lief alleine auf Sommer zu, legte ab auf Werner, der auf 2:0 stellte.

Nach dem Wechsel hatte Borussias Neuhaus die erste Chance, aber Leipzig kam weiter mit mehr Biss und mehr Zug zum Tor. Sabitzer scheiterte zwei Mal, ehe Hazard aus der Distanz abzog, doch Gulasci parierte erneut. Im Anschluss half auch noch der Pfosten den Hausherren, als Stindls abgefälschter Schuss am Torgebälk landete. VfL-Coach riskierte in der Schlussphase alles, löste die Viererkette auf und setzte auf volle Offensiv. Nutzte nichts mehr, Leipzig jubelte am Ende.

Die Trainer-Stimmen:

Dieter Hecking (Borussia Mönchengladbach):

„Wir haben dazu beigetragen, dass es ein gutes Bundesligaspiel war, aber wenn man gegen eine Mannschaft wie RB so früh in Rückstand gerät, ist es extrem schwer. In den ersten 20 Minuten waren die Leipziger besser. Danach haben wir uns befreien können und sind selber zu guten Aktionen gekommen, haben es aber verpasst, den Ausgleich zu machen. Stattdessen haben wir kurz vor der Pause noch das zweite Gegentor hinnehmen müssen. In der zweiten Hälfte wollten wir kontrolliert weiterspielen und haben auch nicht mehr viel zugelassen. Offensiv haben wir aber zu wenige Lösungen gefunden und müssen daher die Niederlage so akzeptieren.“

Ralf Rangnick (RB Leipzig):

„Wir haben zwei Dinge gesehen: Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei uns weiter in der Arbeit gegen den Ball. Das Spiel hätte auch 4:2 ausgehen können, aber ein 2:0 ist uns deutlich lieber. Zum Zweiten hat man gemerkt, wie wertvoll die komplette Besetzung für uns ist. Es hat uns extrem gutgetan, dass Kampl, Sabitzer und Demme wieder dabei waren. Es war alles in allem eine tolle Mannschaftsleistung und das gegen einen ausgeruhten Gegner, daher ist unsere Leistung umso höher zu bewerten.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung