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Borussia Mönchengladbach: Favre kommt nicht nach Gladbach

Mitgliederversammlung bei Fußball-Erstligist : Favre kommt nicht nach Gladbach

Präsident Rolf Königs bedankt sich bei Max Eberl. Ein neuer Trainer ist noch immer nicht vorgestellt.

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Minus von fast 15 Millionen Euro abgeschlossen. Das gab der Verein am Montag auf der Mitgliederversammlung im Borussia-Park bekannt. Demnach haben die sogenannten Geisterspiele und das Verpassen des internationalen Wettbewerbes ein beträchtliches Loch in die Kasse gerissen. Es standen Einnahmen von 169 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von 187 Millionen gegenüber, steuerbereinigt ergab sich daraus eine Unterdeckung in Höhe von 14,6 Millionen Euro. 2021 war damit das zweite Jahr in Folge, in dem Borussia Mönchengladbach Verluste geschrieben hat.

Präsident Rolf Königs sagt:
Sportlich sind wir nicht zufrieden

Unterdessen lässt die Verkündigung weiter auf sich warten, wer auf der Trainerbank der Fohlenelf die Nachfolge von Adi Hütter antritt. Bestätigt ist mittlerweile, dass der ehemalige Borussen Trainer Lucien Favre nicht in den Borussia Park zurückkehren wird. Nach eigenen Angaben möchte er in Deutschland nicht mehr tätig sein. Von dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Hütter hatte Gladbach sich im Mai nach einer sportlich enttäuschenden Saison einvernehmlich getrennt. Hütter war der erste Trainer in der Vereinsgeschichte, für den der Klub eine Ablösesumme entrichtete. Für 7,5 Millionen Euro kaufte der Bundesligist vom Niederrhein den Trainer bei Eintracht Frankfurt frei. Zuvor war Marco Rose für eine Transfersumme von fünf Millionen Euro von der rheinischen zur westfälischen Borussia nach Dortmund gewechselt.

„Wir sind sehr ordentlich durch die schwierige Zeit gekommen. Sportlich sind wir nicht zufrieden“, sagte Präsident Rolf Königs, der besonders an den 27. Oktober 2021 erinnerte, der Tag, an dem Gladbach Bayern München mit 5:0 aus dem DFB-Pokal geworfen hat. „Das war eine wunderbare Werbung für Borussia Mönchengladbach“, sagte Königs angesichts von zehn Millionen Fernsehzuschauern.

Zusammenarbeit mit
Ausstatter Puma verlängert

Applaus erhielt Max Eberl in Abwesenheit von den rund 1600 Mitgliedern auf der Südtribüne des Stadions. „Den Applaus hat er sich verdient“, sagt Königs. „Max Eberl hat gute Arbeit für Borussia Mönchengladbach geleistet.“ Den Umsatzverlust durch die Corona-Pandemie bezifferte der Präsident in den Jahren 2020 und 2022 auf jeweils 50 Millionen Euro. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sämtliche Verträge mit den aktuellen Sponsoren langfristig verlängert worden seinen. Darunter auch die Zusammenarbeit mit dem Sportausstatter Puma.

Einen großen Auftritt hatte ein alter Haudegen der Fohlenelf aus den 1970er Jahren. Stürmer Herbert Laumen wurde in den Ehrenrat des Clubs gewählt.