Abstiegskampf Borussia Mönchengladbach ist zurück im Zittermodus

Mönchengladbach · Bei Borussia Mönchengladbach ist die Abstiegsangst zurück. Das krachende 0:6 gegen Dortmund vertrieb die in den beiden vergangenen beiden Spielen gewonnene Zuversicht.

 Borussia Mönchengladbach hat gegen Dortmund verloren - und kämpft weiter um einen Platz in der ersten Liga.

Borussia Mönchengladbach hat gegen Dortmund verloren - und kämpft weiter um einen Platz in der ersten Liga.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Sein Debüt als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach hatte sich Roland Virkus sicher ganz anders vorgestellt. Nur wenige Tage nach seiner Vorstellung als Nachfolger von Max Eberl musste der bisherige Nachwuchsdirektor des Clubs beim 0:6 (0:2) in Dortmund mit ansehen, wie das Team nach zunächst passabler Gegenwehr in der Schlussphase auseinanderfiel. Ähnlich missmutig verfolgte Adi Hütter die letzten 20 Spielminuten mit vier Gegentreffern. „Was ab dem 0:3 passiert, geht einfach nicht. Da sind wir in unsere Einzelteile zerfallen. Natürlich ist so eine deutliche Niederlage ein Rückschlag“, klagte der Fußball-Lehrer.

Für den Tabellen-13. kommt der Alptraum von Dortmund zur Unzeit. Schließlich stehen nun Schicksalswochen mit Schlüsselspielen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte wie Wolfsburg, Stuttgart, Hertha BSC und Bochum an. Bei nur vier Zählern Vorsprung des Tabellen-13. auf den Relegationsplatz 16 wächst der Druck. Zur Hebung der Moral verwies Hütter - bei aller Enttäuschung - auf den unglücklichen Spielverlauf: „Das Ergebnis ist viel zu hoch. So hart es bei diesem Resultat am Ende klingt, aber ich finde, bis zur 70. Minute war es ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten gute Möglichkeiten, konnten das Tor aber leider nicht machen.“

Weil beste Chancen von Emmanuel Koné, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann nicht genutzt wurden, kehrte die Abstiegsangst zurück. Die krachende Niederlage trug dazu bei, dass der zarte Aufwärtstrend mit zuletzt vier Punkten aus den beiden Spielen gegen Bielefeld (1:1) und Augsburg (3:2) verpuffte.

Wirklich zuversichtlich klang Jonas Hofmann nicht: „Das ist unreif, wenn wir uns mit 0:6 abschießen lassen. So eine zweite Halbzeit darf uns nicht passieren. Wir haben es heute nicht auf die Platte gebracht und das ist es, worauf es ankommt“, kommentierte der Nationalspieler. Die Empfehlung für die kommenden Wochen lieferte er gleich mit: „Wir müssen dieses Spiel nun schnell abhaken und die Köpfe wieder freibekommen. Die nächsten Partien werden sehr wichtig. Wir spielen gegen direkte Konkurrenten und müssen da unbedingt wieder punkten.“

(dpa)
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