Wegen Jatta: KSC berät über Einspruch gegen HSV-Spielwertung

Wegen Jatta : KSC berät über Einspruch gegen HSV-Spielwertung

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC denkt nach dem 2:4 im Spiel gegen den Hamburger SV wegen des Einsatzes von Bakery Jatta über einen Einspruch gegen die Spielwertung nach.

„In jedem normalen Fall wird der Gegner Protest einlegen, wenn er mitbekommen hat, dass ein Spieler eingesetzt wurde, der keine Spielberechtigung hatte. Das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Die Verantwortlichen in Karlsruhe tauschten sich am Montag darüber aus, ob sie Einspruch erheben werden. Die Aussagen lassen den Schluss zu, dass die Badener dem Beispiel des 1. FC Nürnberg und VfL Bochum folgen werden. 48 Stunden, also bis zum Dienstagnachmittag, hat der KSC dafür Zeit.

Wellenreuther verwies auf die Pflicht der Verantwortlichen, die Interessen des Vereins zu vertreten. „Unabhängig von emotionalen Dingen oder davon, was wir selbst gerne hätten“, sagte der ehemalige Vorsitzende Richter am Landgericht Karlsruhe.

Die „Sport Bild“ hatte über Zweifel an der Identität Jattas berichtet, der Deutsche Fußball-Bund sowie das Bezirksamt Hamburg-Mitte untersuchen die Berechtigung von Jattas Spielerlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung. Bis Freitag muss sich Jatta beim Hamburger Bezirksamt äußern. Der Afrikaner war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und spielt seit 2016 für den HSV.

„Der DFB muss prüfen, wenn Zweifel an einer wirksamen Spielberechtigung vorliegen, ob diese Zweifel berechtigt sind beziehungsweise die Spielberechtigung in Ordnung ist“, sagte Wellenreuther. Das sei nicht die Aufgabe des KSC. „Und da erwarten wir nach drei Wochen endlich mal Klarheit“, forderte er. „Da muss jetzt mal Schicht rein. DFL und DFB sind jetzt gefordert“, hatte zuvor auch HSV-Trainer Dieter Hecking betont.

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(dpa)
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