Bundesliga : Das Kölner Beflockungs-Chaos

FC-Spieler verändern ihre Rückennummern. Jetzt muss der Fanshop Trikots umtauschen.

(Red). Fußball-Anhänger sind da humorlos: Wenn das neue Trikot des Lieblingsclubs im Angebot ist, wird hinten Nummer und Name des Lieblingsspielers per Beflockung verewigt. Und dann, bitteschön, hat der Edelkicker die Saison auch mit exakt jener Nummer durchzuspielen. Warum auch nicht? Könnte man denken.

Aber beim Fußball-Erstligisten 1. FC Köln ticken die Uhren anders: Während die Fans fröhlich Jerseys ihrer kölschen Lieblinge wie Noah Katterbach oder Ismail Jakobs erworben hatten, überlegten sich die Youngster, künftig dann lieber mit neuer Nummer auflaufen zu wollen. Wie der „Express“ berichtete kam es zu einer munteren Wechselei, die der Kölner Merchandise-Abteilung Überstunden bescheren wird: Gleich mehrere FC-Profis tragen in neuer Spielzeit eine andere Zahl als bisher. Für Florian Kainz kommt nur noch die 11 infrage, bislang trug er aber die 30. Aber die 11 habe er schon zu Kindertagen getragen. Gut für Kainz’ Gemüt, dass Kingsley Schindler nach Hannover wechselt und die 11 freimacht. Schlecht für jene Fans, die ein neues Kainz-Trikot von Ausrüster Uhlsport mit der 30 ihr Eigen nennen. Immerhin hat der Verein eine Lösung parat: Anhänger, die ein neues Trikot mit den ursprünglichen Rückennummern gekauft haben, können dieses ab sofort umtauschen. Auch Fans von Katterbach (jetzt 3, vorher 34) und Jakobs (jetzt 8, vorher 38) rüsten jetzt wieder kurzfristig um. Eine Posse, die sich die Kölner wohl leicht hätten ersparen können mit ein wenig mehr Weitsicht.