Fußball/Bundesliga: Neuer umworben – auch Bayern lässt nicht locker

Fußball/Bundesliga: Neuer umworben – auch Bayern lässt nicht locker

Schalkes Torhüter bleibt vor dem Duell am Samstag in München ein Thema. Trainer Magath sieht den Gegner nicht in der Krise.

Gelsenkirchen. Nach dem Spiel gegen den FC Bayern München haben die Spieler des FC Schalke 04 gleich den nächsten Termin. "Wir werden die Mannschaft im Anschluss gegen die Schweinegrippe impfen lassen", sagt Felix Magath. Der trainierende Manager der Schalker will möglichst viele Störfaktoren, die den Erfolg seiner Spieler hemmen könnten, für die Zukunft ausschließen.

Für den Samstag greift diese Vorsichtsmaßnahme noch nicht. Allerdings sieht Magath seine Spieler ohnehin leicht im Vorteil. Die Doppelbelastung der Münchener durch Bundesliga und Champions League könne sich als nützlich erweisen, weil "wir uns im Gegensatz zu den Münchenern ausruhen konnten".

Die Bayern stehen gewaltig unter Druck - wie in der letzten Saison, als nach dem 0:1 gegen Schalke Trainer Jürgen Klinsmann gefeuert worden war. Magath glaubt jedoch trotz der Pleite gegen Bordeaux nicht an eine Bayern-Krise. "Das sind normale Probleme, die eine Mannschaft bekommt, wenn sie mit einem anderen Trainerstab arbeitet und sich das Spiel verändern soll", sagt er.

Allerdings führt gerade er selbst mit seinen Schalkern vor, dass dies nicht zwingend so sein muss. "Für mich bleibt der FCBayern der Meisterschaftsfavorit. Ich gehe davon aus, dass die alte Dominanz wieder zurückkehrt", sagt Magath.

Die Diskussionen vor dem Spiel drehen sich aber nicht nur um die aktuelle Bayern-Form, sondern auch um eine Personalie. Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass der Name Manuel Neuer bei der Suche nach einem Torhüter zur neuen Saison eine Rolle spielen werde.

Der 23-Jährige Schalker hält sich bei diesem Thema zurück, betont aber immer wieder, dass er sich in Gelsenkirchen sehr wohl fühle. Sein Vertrag läuft noch bis 2012.

Schalke und die Bayern dürften zudem weitere Konkurrenz bekommen haben. Manchester United sucht einen Nachfolger für Edwin van der Sar (39). Die Engländer haben Neuer bereits mehrfach beobachten lassen. "Ich habe persönlich noch nichts von Manchester gehört, das sind alles Gerüchte", sagt Neuer.

Und auch um Kevin Kuranyi ranken sich Gerüchte: Angeblich hat sein Ex-Club VfBStuttgart Interesse an dem Schalker Angreifer. Magath will von alledem nichts wissen. "Ich habe keinen Kontakt mit den Bayern-Verantwortlichen zum Thema Neuer gehabt. Und auch Horst Heldt, den ich als Freund bezeichnen würde, verrät mir nicht alle seine Pläne", sagt der 56-Jährige.

Für ihn sei München jedenfalls immer eine Reise wert, vor allem weil seine Familie dort in der Nähe des Trainingsgeländes des FC Bayern wohnt. Das sei aber auch alles, woran er denkt, wenn er dorthin zurückkehre. Einen Groll nach der Entlassung im Januar 2007 hegt er gegen seinen Ex-Club nicht. "Nach dem Spiel ist das Thema FC Bayern für mich erledigt", sagt er.

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