Fußball: Allofs - „Das macht keinen Spaß“

Fußball: Allofs - „Das macht keinen Spaß“

Bremens Manager Klaus Allofs über Diegos Olympia-Traum und die Entscheidung des Kartellamts.

Schruns. Olympische Spiele, TV-Vertrag und die schwierige Suche nach einem neuen Stürme - Klaus Allofs hat am Rande des Bremer Trainingslagers in Schruns gut zu tun.

Klaus Allofs: Wir rechnen heute oder morgen mit einer Entscheidung von Fifa und CAS. Ob die dann aber endgültig ist, weiß ich nicht. Es gibt ja noch keinen einzigen vergleichbaren Fall.

Allofs: Die ganze Sache hätte längst vom Tisch sein können, aber es hat sich ja niemand für zuständig erklärt. So sind die Vereine völlig unnötig in eine missliche Lage gebracht worden, die keinem mehr Spaß macht.

Allofs: Die Olympischen Spiele müssen allerdings auch nicht abgesagt werden, nur weil dieser Spieler nicht teilnimmt. Aber darum geht es uns auch gar nicht. Wir wollen lediglich eine klare Aussage, ob der Spieler freigegeben werden muss oder nicht. Es ist schließlich kein Versehen, dass das olympische Turnier im internationalen Fifa-Kalender nicht auftaucht, denn das Turnier der Damen steht ja drin.

Allofs: Mit Traum hat das nichts zu tun. Wenn wir Diego freigeben würden, die Schalker Rafinha aber nicht, und Rafinha würde am 23. August gegen uns das Siegtor schießen, dann würden doch alle sagen, die Bremer sind total bescheuert.

Allofs: Nein, denn es gibt ja keinen Konflikt zwischen Diego und Werder. Der Spieler sitzt durch die fehlende Rechtssicherheit genauso in einer Zwickmühle wie wir. Unsere tägliche Arbeit wird dadurch nicht beeinflusst. Aber das ist ja kein Argument, ihn in China spielen zu lassen.

Allofs: Wir machen nur etwas, wenn es wirklich sinnvoll ist. Wenn wir Geld für einen Spieler ausgeben, dann muss er uns auch weiterhelfen.

Allofs: Wir müssen jetzt sicher keine Spieler verkaufen. Im Ernst: Es gibt keine Summen, die in Planspielen von uns auftauchen, weil alles noch viel zu vage war. Insofern ist das nicht so dramatisch.

Allofs: In dieser Hinsicht ist die Ausgangslage für die deutschen Vereine in der Tat schlechter geworden.

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